{"id":10495,"date":"2014-10-10T12:30:00","date_gmt":"2014-10-10T10:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/un-systeme-energetique-qui-se-cherche-encore-en-suisse-7545\/"},"modified":"2024-09-17T18:22:22","modified_gmt":"2024-09-17T16:22:22","slug":"ein-energiesystem-in-der-schweiz-auf-der-suche-nach-identitaet-7545","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/ein-energiesystem-in-der-schweiz-auf-der-suche-nach-identitaet-7545\/","title":{"rendered":"Ein Energiesystem in der Schweiz auf der Suche nach Identit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Schweiz muss zur Zeit mit einem Hybridsystem auf ihrem Energiemarkt auskommen, wobei ein Teil des Marktes liberalisiert ist und bestimmte Energien subventioniert werden. Die Akteure der Wasserkraft setzen sich f\u00fcr eine Vereinheitlichung des Systems in Richtung des Marktes ein. Dies ist eine der Feststellungen nach der Gespr\u00e4chsrunde am k\u00fcrzlich stattgefundenen Energietag anl\u00e4sslich der Foire du Valais. <\/strong><\/p>\n<p>\u201eEiner der aktuellen Gr\u00fcnde der Probleme der Wasserkraft ist, dass zwei unterschiedliche Systeme koexistieren durften: einerseits die teilweise Liberalisierung des Marktes und andererseits eine starke Regulierung, mit Subventionen f\u00fcr die erneuerbaren Energien. Das ist ein Widerspruch und war nicht die beste L\u00f6sung,\u201c r\u00e4umte der Tessiner St\u00e4nderat Filippo Lombardi ein.\u00a0<\/p>\n<p>Diese Feststellung wird best\u00e4tigt von Micha\u00ebl Wider, Deputy CEO von Alpiq. \u201eWir befinden uns zurzeit in einem komplexen Umfeld. Ende der 90er Jahre wollte man das Klima sch\u00fctzen und M\u00e4rkte schaffen, um aus den Monopolen auszubrechen. Heute sind diese beiden Elemente verzerrt. Europa hat niemals so viel CO<sub>2<\/sub> emittiert und wir sind mit den Subventionen, die an die neuen erneuerbaren Energien gezahlt werden, von einem Markt kilometerweit entfernt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Lieber in Richtung Markt<\/strong><br \/>\nLaut Micha\u00ebl Wider m\u00fcssen die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen gesenkt werden, indem wir auf die erneuerbaren Energien bauen. Doch m\u00fcssen wir auch das Wasser ber\u00fccksichtigen, nicht nur die Sonne und den Wind. Tatsache ist: Die schweizerische Wasserkraft ist zurzeit nicht gut bei Kasse, da die Kosten nicht mehr von den Marktpreisen gedeckt werden. \u201eWenn wir das Schema der subventionierten Energien weiter verfolgen, dann darf man die Wasserkraft nicht ausschliessen. Aber wir w\u00fcrden uns lieber in Richtung Markt entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir leben in einer technischen Welt. Es ist unm\u00f6glich, die physikalischen Gesetze des Stroms zu \u00e4ndern\u201c, erkl\u00e4rte Paul Michellod, Direktor von FMV. Heute versucht die Schweiz, die Kernkraftwerke, die Bandenergie liefern, durch subventionierte Energien mit fluktuierender Produktion zu ersetzen. \u201eIn diesem Zusammenhang w\u00e4re die Geothermie die einzige neue erneuerbare Energie, der das gelingen k\u00f6nnte, da sie als einzige von Wasser, Wind und Sonne unabh\u00e4ngig ist.\u201c<\/p>\n<p><strong>Nant de Drance auch f\u00fcr Europa<\/strong><\/p>\n<p>Micha\u00ebl Wider erinnert auch daran, dass die Herausforderungen unser Land \u00fcbersteigen. \u201eWir sind seit langem mit Europa verbunden und dies wird so weiterlaufen.\u201c Ein Pumpenspeicherkraftwerk wie Nant de Drance k\u00f6nne auch zur Versorgungssicherheit von Europa beitragen, wie dies in den 60er Jahren mit dem Bau der Grande-Dixence der Fall war. \u201eAber man muss Leute finden, die diese Investitionen finanzieren wollen, die zur Stabilit\u00e4t des europ\u00e4ischen Netzes beitragen.\u201c Man wisse noch nicht, wer den Preis zahlen werde. \u201eDiese Antwort ist im europ\u00e4ischen Netz zu finden\u201c, so Micha\u00ebl Wider.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Interview vom 8. Oktober 2014 im Rahmen des Energietags der Foire du Valais<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz muss zur Zeit mit einem Hybridsystem auf ihrem Energiemarkt auskommen, wobei ein Teil des Marktes liberalisiert ist und bestimmte Energien subventioniert werden. Die Akteure der Wasserkraft setzen sich f\u00fcr eine Vereinheitlichung des Systems in Richtung des Marktes ein. 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