{"id":10506,"date":"2014-10-10T12:32:00","date_gmt":"2014-10-10T10:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/les-redevances-hydrauliques-un-modele-a-remettre-en-question-7546\/"},"modified":"2024-09-17T18:22:22","modified_gmt":"2024-09-17T16:22:22","slug":"infragestellung-des-modells-der-wasserzinsen-7546","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/infragestellung-des-modells-der-wasserzinsen-7546\/","title":{"rendered":"Infragestellung des Modells der Wasserzinsen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Wasserkraftabgaben, die an die \u00f6ffentlich-rechtlichen K\u00f6rperschaften, Eigent\u00fcmer der Fliessgew\u00e4sser, geleistet werden, haben eine grosse Auswirkung auf die Einkommen der Energieerzeuger. Deshalb erscheint eine Reform mittelfristig unvermeidlich, um die Rentabilit\u00e4t der Wasserkraftbranche zu verbessern. Doch k\u00f6nnten die Folgen f\u00fcr die Alpenkantone schmerzlich sein. Dies ist eine der Schlussfolgerungen der Gespr\u00e4chsrunde, die Anfang Oktober beim Energietag anl\u00e4sslich der Foire du Valais organisiert wurde. <\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Abschaffung oder \u00c4nderung des Wasserzinses ist selbstverst\u00e4ndlich kein Problem f\u00fcr die Stromerzeuger. Dagegen werden die B\u00fcrger der Alpenkantone darunter leiden. Hat man das Recht, Kostenfreiheit f\u00fcr Rohstoffe zu fordern? \u201eNein\u201c, antwortet Paul Michellod, Direktor von FMV. Doch solle man einen vern\u00fcnftigen Preis f\u00fcr alle erzielen, einschliesslich f\u00fcr die Konkurrenzenergien der Wasserkraft.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Flexibilisierung der Wasserkraftabgaben sei zu untersuchen, so der Tessiner St\u00e4nderat Filippo Lombardi. So l\u00e4gen die Abgaben in Gewinnzeiten hoch und in der \u00fcbrigen Zeit niedriger. \u201eDas wird den Alpenkantonen weh tun, aber es ist eine der wenigen Chancen, damit die Wasserkraft \u00fcberleben kann. Die Regionen m\u00fcssen so ihre Einkommensquellen diversifizieren.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die direkten Subventionen f\u00fcr die Wasserkraft werden auf Bundesebene sicher vorgesehen, aber f\u00fcr die neuen Kraftwerke. \u201eDie Idee besteht darin, durch zinslose, nicht r\u00fcckzahlbare Darlehen bis zu 40\u00a0% der Investitionskosten zu \u00fcbernehmen, ausser bei R\u00fcckkehr in die Gewinnzone\u201c, erkl\u00e4rt Filippo Lombardi. Dieses Modell m\u00fcsse allerdings noch \u00fcberarbeitet werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Durch Subventionen gedopte Akteure<\/strong><br \/>\nDie Frage einer flexiblen Abgabe, die den Stromerzeugern von den Gemeinden berechnet werde, sei f\u00fcr FMV prinzipiell akzeptabel. \u201eAber man darf nicht vergessen, dass die Wasserkraftenergie in einem liberalisierten Markt funktioniert. Es ist schwer, sich gegen von Subventionen gedopte Akteure zu stellen. Die K\u00f6rperschaften werden die sinkenden Abgaben akzeptieren m\u00fcssen, mit der Konsequenz, den eidgen\u00f6ssischen Finanzausgleich in Frage zu stellen.\u201c<\/p>\n<p>Die fundamentale Frage ist, ob die Schweiz die kleine Autonomie der Energieerzeugung durch Wasserkraft unterst\u00fctzen will oder nicht. \u201eWenn ja, dann muss man sich dazu die Mittel geben. Das aktuelle hybride Modell verunsichert alle\u201c, schliesst Paul Michellod.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Interview vom 8. Oktober 2014 im Rahmen des Energietags der Foire du Valais<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wasserkraftabgaben, die an die \u00f6ffentlich-rechtlichen K\u00f6rperschaften, Eigent\u00fcmer der Fliessgew\u00e4sser, geleistet werden, haben eine grosse Auswirkung auf die Einkommen der Energieerzeuger. Deshalb erscheint eine Reform mittelfristig unvermeidlich, um die Rentabilit\u00e4t der Wasserkraftbranche zu verbessern. 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