{"id":11207,"date":"2015-09-07T16:50:00","date_gmt":"2015-09-07T14:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/lequilibre-du-reseau-le-defi-permanent-des-electriciens-8243\/"},"modified":"2024-09-17T18:23:23","modified_gmt":"2024-09-17T16:23:23","slug":"das-gleichgewicht-im-stromnetz-eine-staendige-herausforderung-fuer-die-versorger-8243","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/das-gleichgewicht-im-stromnetz-eine-staendige-herausforderung-fuer-die-versorger-8243\/","title":{"rendered":"Das Gleichgewicht im Stromnetz \u2013 eine st\u00e4ndige Herausforderung f\u00fcr die Versorger"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts zwischen Stromerzeugung und -verbrauch ist f\u00fcr die Stromerzeuger eine t\u00e4gliche Herausforderung. Dieses Gleichgewicht ist immer schwerer zu erreichen \u2013 wegen der Unterschiede zwischen den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, der Einf\u00fchrung der neuen erneuerbaren Energien und des exponentiellen Anstiegs des Verbrauchs. Dieser Ansicht ist Paul Michellod, Generaldirektor von <\/strong><strong style=\"line-height: 20.7999992370605px;\">\u00a0<a href=\"http:\/\/www.fmv.ch\/fr\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FMV<\/a><\/strong><strong>, der auf dem 5. nationalen Thementag Smart Energy von Sitten sprach.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Alle Akteure der Strombranche haben eine Verantwortung f\u00fcr das Gleichgewicht im Netz \u2013 unabh\u00e4ngig von der Art der Stromerzeugung. \u201eWir befinden uns derzeit in einer \u00dcbergangsphase zu einer dezentralen, erneuerbaren und vernetzten Welt.\u201c<\/p>\n<p>Die Schweiz setzt auf Wasser- und Kernkraft, mit einer zunehmenden Bedeutung der neuen erneuerbaren Energien. Deutschland hat ein v\u00f6llig unterschiedliches Profil, mit Kohle, Gas und erneuerbaren Energien. \u00d6sterreich, das \u00fcber etwas Wasserkraft verf\u00fcgt, verzichtet auf Kernkraft und setzt daf\u00fcr auf Gas, Kohle und Erd\u00f6l. In Frankreich wird 60\u00a0% der Energie aus Kernkraft gewonnen. Jedes Land ist bei seinem Energiemix unabh\u00e4ngig, es muss jedoch ein Gleichgewicht aufrechterhalten werden.<\/p>\n<p><strong>Deutschland mit nahezu konstanter \u00dcberproduktion<\/strong><br \/>\nDeutschland muss seine erneuerbaren Energien richtig steuern, die bei der Erzeugung sehr starken Schwankungen unterliegen. Daher ist das Gleichgewicht f\u00fcr dieses Land nur schwer herzustellen. Dies f\u00fchrt dazu, dass Deutschland fast w\u00e4hrend des ganzen Jahres eine \u00dcberproduktion aufweist. Da die Speicherung so grosser Strommengen schwierig ist, leitet es seine \u00dcbersch\u00fcsse an die Nachbarl\u00e4nder weiter, was einen Verfall der Preise bis manchmal nahe null zur Folge hat.<\/p>\n<p>Diese Energiewende wirft f\u00fcr andere L\u00e4nder Probleme auf \u2013 auch f\u00fcr die Schweiz. \u201eUnser Land muss sich ausserdem mit einem neuen Sachverhalt auseinandersetzen: dem Ende der Mindestkurspolitik.\u201c Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der schweizerischen Erzeuger ist um 10 bis 15\u00a0% gesunken, da alle Preise in Euro ausgehandelt werden. Daf\u00fcr sollte es f\u00fcr die Verbraucher Preissenkungen geben. \u201eDoch ist es gut, die Preise f\u00fcr etwas zu senken, das man sparen will?\u201c fragt sich Paul Michellod. \u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Herausforderung des Gleichgewichts im Viertelstundentakt <\/strong><br \/>\nDie Kunst besteht darin, innerhalb einer Viertelstunde ein Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch aufrechtzuerhalten, unter Einbeziehung der bereits verf\u00fcgbaren erneuerbaren Energien, bei gleichzeitiger Unterst\u00fctzung der neuen Energien (5\u00a0% des nationalen Kraftwerksparks) und einer schnellstm\u00f6glichen Ersetzung der nicht erneuerbaren Energien (40\u00a0% insgesamt). Dies alles unter Erhaltung wettbewerbsf\u00e4higer Preise f\u00fcr die Wirtschaft und die Privathaushalte. Die Energiewende wurde zwar in die Wege geleitet, doch man darf dabei nicht vergessen, alle Elemente wieder ins Gleichgewicht zu bringen.<\/p>\n<p>\u201eDie Schweiz muss den Mut haben, die Errungenschaften der erneuerbaren Energien zu erhalten, insbesondere mit einer Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Wasserkraft.\u201c Ebenfalls muss schnell ein Stromabkommen mit der EU geschlossen werden, um das Potenzial der schweizerischen Wasserkraft zu erschliessen und echte Handelsbedingungen herzustellen.<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/theark.ch\/media\/document\/0\/03.-michellod-smart_2015.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">P<\/a><a href=\"http:\/\/theark.ch\/media\/document\/0\/03.-michellod-smart_2015.pdf\">r\u00e4sentation<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts zwischen Stromerzeugung und -verbrauch ist f\u00fcr die Stromerzeuger eine t\u00e4gliche Herausforderung. 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