{"id":11223,"date":"2015-09-07T16:52:00","date_gmt":"2015-09-07T14:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/la-liberalisation-totale-du-marche-entre-obligations-et-reticences-8245\/"},"modified":"2024-09-17T18:23:25","modified_gmt":"2024-09-17T16:23:25","slug":"vollstaendige-liberalisierung-des-marktes-zwischen-verpflichtungen-und-vorbehalten-8245","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/vollstaendige-liberalisierung-des-marktes-zwischen-verpflichtungen-und-vorbehalten-8245\/","title":{"rendered":"Vollst\u00e4ndige Liberalisierung des Marktes: zwischen Verpflichtungen und Vorbehalten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die theoretisch f\u00fcr 2018 geplante vollst\u00e4ndige Liberalisierung des Strommarktes scheint unvermeidbar, um ein Rahmenabkommen mit der Europ\u00e4ischen Union zu erzielen. Andererseits besteht die Gefahr, dass sie zu niedrigen Preisen f\u00fchrt, ohne lokale erneuerbare Energien wie die Wasserkraft optimal nutzen zu k\u00f6nnen. Akteure der Branche und Politiker sind daher in dieser Frage weiterhin geteilter Meinung. Dies ergibt sich aus der politischen Diskussionsrunde, die im Rahmen des 5. nationalen Thementages Smart Energy in Sitten organisiert wurde.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Die Energiestrategie 2050 hat f\u00fcr das Bundesparlament weiterhin Priorit\u00e4t, so Nationalrat Yannick Buttet. \u201eEine vollst\u00e4ndige Liberalisierung des Marktes im Jahr 2018 erscheint sehr optimistisch, denn Widerstand regt sich ebenso im linken wie im rechten Spektrum. Zugleich haben wir letztendlich nicht die freie Wahl, uns f\u00fcr diese Liberalisierung zu entscheiden, wenn wir ein Stromabkommen mit der Europ\u00e4ischen Union erzielen wollen.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Genf sagt \u201enein\u201c, die Gr\u00fcnen \u201eja, aber &#8230;\u201c<\/strong><br \/>\nAd\u00e8le Thorens, Nationalr\u00e4tin und Co-Pr\u00e4sidentin der Gr\u00fcnen Partei der Schweiz, ist der Ansicht, dass die Liberalisierung notwendig ist, allerdings nur langfristig. \u201eDie entscheidende Frage ist das Timing. Markt und Wettbewerb k\u00f6nnen interessante Hebel sein, um die Energiewende zu beschleunigen, die f\u00fcr uns die zentrale Herausforderung ist.\u201c Derzeit sind die Rahmenbedingungen nicht erf\u00fcllt, damit die Liberalisierung die Energiewende beg\u00fcnstigt. Damit die Liberalisierung funktionieren kann, ist Kostenwahrheit erforderlich, vor allem f\u00fcr die Kernkraft. F\u00fcr diese Energie werden die Abfallbehandlung und die Stilllegung derzeit nicht in der Kostenkalkulation erfasst.<\/p>\n<p>Genf sagt \u201enein\u201c zu einer vollst\u00e4ndigen Liberalisierung, so Gilles Garazi, Leiter des Bereichs Energiewende bei SIG. Die externen Kosten m\u00fcssen in die Kalkulation aller Energieformen einbezogen werden. Der Bau von Kernkraftwerken ist nicht mehr so rentabel. Unabh\u00e4ngig von der gew\u00e4hlten Alternative wird Energie langfristig teurer werden. In Zeiten der niedrigen Energiepreise m\u00fcssen die \u00c4rmel hochgekrempelt und die notwendigen Arbeiten durchgef\u00fchrt werden, um einen geringeren Verbrauch zu erzielen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Stromversorger in der Frage \u201egespalten\u201c \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><br \/>\nDie Stromversorgungsbranche ist im Hinblick auf diese Liberalisierung sehr gespalten, so Jean-Albert Ferrez, Generaldirektor von Energie Sion R\u00e9gion. Seit man dem Schweizervolk eine vollst\u00e4ndige Liberalisierung versprochen hat, haben sich viele Dinge ge\u00e4ndert. Muss das Versprechen unbedingt gehalten werden \u2013 oder ist eine Neubewertung der Situation erforderlich? Die Frage bleibt offen.<\/p>\n<p>Allgemein bedeutet die vollst\u00e4ndige Markt\u00f6ffnung, dass der Preis das einzige Kriterium f\u00fcr die Wahl der Energieformen ist. \u201eDies ist nicht das beste Mittel, um unsere Energien zu unterst\u00fctzen\u201c, stellt Jean-Albert Ferrez klar. Einer der f\u00fcr die Liberalisierung vorgebrachten Vorteile ist es, Druck zur Senkung des Energiepreises auszu\u00fcben. \u201eDiese Preissenkung ist schon wirksam, denn der Markt hat bereits daf\u00fcr gesorgt.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Dieselben Bedingungen f\u00fcr alle<\/strong><br \/>\nDie \u00d6ffnung des schweizerischen Marktes ist eine Vorbedingung f\u00fcr den Zugang zum europ\u00e4ischen Strommarkt, erinnert Paul Michellod, Generaldirektor von FMV. Doch die Mitglieder der EU m\u00fcssen denselben Bedingungen unterliegen. \u201eWenn die Liberalisierung nur darin besteht, die europ\u00e4ischen Preise in die Schweiz zu importieren, werden es unsere einheimischen Energien schwer haben, wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben.\u201c Doch die Liberalisierung ist auch eine Chance, die Wasserkraft bei europ\u00e4ischen Verbrauchern, die von den erneuerbaren Energien \u00fcberzeugt sind, zur Geltung zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die theoretisch f\u00fcr 2018 geplante vollst\u00e4ndige Liberalisierung des Strommarktes scheint unvermeidbar, um ein Rahmenabkommen mit der Europ\u00e4ischen Union zu erzielen. Andererseits besteht die Gefahr, dass sie zu niedrigen Preisen f\u00fchrt, ohne lokale erneuerbare Energien wie die Wasserkraft optimal nutzen zu k\u00f6nnen. Akteure der Branche und Politiker sind daher in dieser Frage weiterhin geteilter Meinung. 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