{"id":12135,"date":"2016-09-09T13:53:00","date_gmt":"2016-09-09T11:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/energie-et-informatique-font-bon-menage-pour-faciliter-la-transition-energetique-8537\/"},"modified":"2024-09-17T18:25:07","modified_gmt":"2024-09-17T16:25:07","slug":"ein-gelungenes-zusammenspiel-von-energie-und-informatik-erleichtert-die-energiewende-8537","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/ein-gelungenes-zusammenspiel-von-energie-und-informatik-erleichtert-die-energiewende-8537\/","title":{"rendered":"Ein gelungenes Zusammenspiel von Energie und Informatik erleichtert die Energiewende"},"content":{"rendered":"<p><strong>Uberisierung der Energie, Nutzung von Geb\u00e4uden als Netzregler, Einrichtung von dezentralen intelligenten Stromnetzen, Flexibilit\u00e4t der Energie: die 6. Ausgabe des nationalen Thementags Smart Energy, die am vergangenen 8. September in Sitten stattgefunden hat, bot Gelegenheit zu \u00e4usserst interessanten Diskussionen. In einem st\u00e4ndig im Wandel befindlichen Energiesektor kommt der Informatik mehr denn je eine wichtige Aufgabe zu, vor allem bei der Datenverwaltung und -auswertung. Trotz manchmal unterschiedlicher Ans\u00e4tze ist ein gutes Zusammenspiel von Energie und Informationstechnologien erforderlich, um die Energiewende zu beg\u00fcnstigen.<\/strong><\/p>\n<p>Rund 120 Fachleute aus der Energie- und der IT-Branche haben die Einladung der Stiftung The Ark und von CleantechAlps zum traditionellen nationalen Thementag Smart Energy angenommen. \u201eDiese 6. Ausgabe war ein herausragendes Event mit interessanten Standpunkten und spannenden Diskussionen\u201c, so Paul-Andr\u00e9 Vogel, Moderator des Thementags.<\/p>\n<p>Eine der Erkenntnisse des Tages besteht darin, dass die Geb\u00e4ude (40 % des Energieverbrauchs in der Schweiz) zu einem zentralen Element der Stromnetze werden. Professor Matthias Sulzer hat dies anhand von Forschungsprojekten und konkreten Beispielen aufgezeigt. Die Geb\u00e4ude, die auf der Ebene eines Stadtviertels vernetzt werden, sollen alle Aufgaben \u00fcbernehmen: Energiespeicherung, -erzeugung und -verbrauch. \u201eDiese Einbeziehung der Geb\u00e4ude erkl\u00e4rt sicherlich die j\u00fcngsten Investitionen einiger Stromversorgungsunternehmen im Geb\u00e4udebereich\u201c, hebt Paul-Andr\u00e9 Vogel hervor.<\/p>\n<p>\n<strong>Auf dem Weg zu \u201ef\u00f6deralistischen\u201c Smart Grids<\/strong><\/p>\n<p>Professor Anton Gunzinger von der ETH Z\u00fcrich hat sich seinerseits f\u00fcr die Einrichtung von \u201ef\u00f6deralistischen\u201c Smart Grids eingesetzt, in denen jede Region unter Ber\u00fccksichtigung der Gesamtumgebung ihr System eigenst\u00e4ndig steuern kann.<\/p>\n<p>Nicolas Charton, Partner bei E-Cube Strategy Consultants, hat sich zur Flexibilit\u00e4t der Energie ge\u00e4ussert. Einige Akteure erzeugen Energie nach Bedarf oder verzichten auf den Verbrauch, um ein hohes Gleichgewicht im Stromnetz aufrechtzuerhalten. Diese Flexibilit\u00e4t ist zwar zentral und sehr wichtig, aufgrund der niedrigen Marktpreise und der regulatorischen Hindernisse ist sie jedoch noch kein neues Eldorado.<\/p>\n<p>\n<strong>Die Uberisierung f\u00fchrt zu einem grossen Umbruch<\/strong><\/p>\n<p>Der Thementag bot auch die M\u00f6glichkeit, abseits der ausgetretenen Wege zu denken, mit der Pr\u00e4sentation von Gr\u00e9goire Leclercq \u00fcber die zuk\u00fcnftige \u201eUberisierung der Energie\u201c. Diese Uberisierung wird im Energiesektor zu einer grossen Umw\u00e4lzung f\u00fchren, wie Paul Michellod, Generaldirektor von FMV, bei der Diskussionsrunde am sp\u00e4ten Vormittag einr\u00e4umte.<\/p>\n<p>Das Modell muss im Energiesektor erst noch erfunden werden und sich nach Ansicht von Gr\u00e9goire Leclercq auf das st\u00fctzen, was in anderen Wirtschaftsbereichen die Uberisierung erfolgreich gemacht hat \u2013 d. h. eine von den Angeboten des jeweiligen Sektors entt\u00e4uschte Bev\u00f6lkerungsgruppe, eine (kosteng\u00fcnstige) digitale Plattform, externe Arbeitsressourcen und eine ausreichende kritische Masse bei Angebot und Nachfrage.<\/p>\n<p>\n<strong>\u00dcber die Strom\u00fcbertragung hinausblicken<br \/>\n\u200b<\/strong><br \/>\nOlivier Grabette, stellvertretender Generaldirektor von RTE (Frankreich), hat die Bem\u00fchungen seines Unternehmens (das Pendant zur schweizerischen Swissgrid) dargelegt, um die Aufgaben des \u00dcbertragungsnetzes zu diversifizieren. Dieses soll nicht nur zur Strom\u00fcbertragung dienen, sondern zum Beispiel auch zur Bereitstellung n\u00fctzlicher Daten f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in l\u00e4ndlichen Regionen, insbesondere f\u00fcr die Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Die Konferenz wurde mit der Pr\u00e4sentation von Arnoud Bifrare von Romande Energie fortgesetzt, der ein konkretes Projekt f\u00fcr ein Smart Grid und eine Demonstrationsanlage in Rolle im Massstab 1:1 f\u00fcr ein intelligentes Stromnetz ausf\u00fchrlich beschrieben hat.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Drei vielversprechende IT-Technologien<\/strong><br \/>\nDen Abschluss der Veranstaltung bildete das Referat von Yvan B\u00e9trisey, Koordinator des eEnergy Center in Siders, der u.a. anhand von konkreten, in Siders (VS) entwickelten Beispielen die drei vielversprechendsten IT-Technologien f\u00fcr den Energiesektor vorgestellt hat: Big Data, Maschinelles Lernen und Niederfrequenz-\u00dcbertragungsnetze.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Ausgabe des nationalen Thementags Smart Energy wird am 25. August 2017 wieder in der Aula FXB in Sitten stattfinden.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Foto<\/strong>\u00a0:\u00a0photoval.ch\/Val\u00e9rie\u00a0Pinauda<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uberisierung der Energie, Nutzung von Geb\u00e4uden als Netzregler, Einrichtung von dezentralen intelligenten Stromnetzen, Flexibilit\u00e4t der Energie: die 6. Ausgabe des nationalen Thementags Smart Energy, die am vergangenen 8. September in Sitten stattgefunden hat, bot Gelegenheit zu \u00e4usserst interessanten Diskussionen. 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