{"id":43501,"date":"2023-12-14T10:41:32","date_gmt":"2023-12-14T09:41:32","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/news\/infrasens-insuffle-une-vie-numerique-aux-batiments\/"},"modified":"2024-11-21T18:14:39","modified_gmt":"2024-11-21T17:14:39","slug":"infrasens-insuffle-une-vie-numerique-aux-batiments","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/infrasens-insuffle-une-vie-numerique-aux-batiments\/","title":{"rendered":"Infrasens haucht Bauwerken digitales Leben ein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Oberwalliser Jungunternehmen Infrasens surft auf der Digitalisierungswelle und nutzt sie gezielt f\u00fcr Datenerhebungen im Infrastrukturbereich. Mit Sensoren und einer eigenen Cloud-Software optimiert es so die \u00dcberwachung von hochkomplexen Bauwerken und vereinfacht gleichzeitig die Bewirtschaftung von Infrastruktur \u2013 bis hin zur Erfassung von Robidogs in Gemeinden. Bei einem Besuch in den B\u00fcror\u00e4umlichkeiten am Briger Sebastiansplatz erkl\u00e4ren die K\u00f6pfe hinter dem Projekt ihre Ziele und Ideen.<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/infra-sens.io\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infrasens<\/a> ist von Experten im Ingenieursbau und aus der Informatik im Herzen der Schweizer Alpen, wo die h\u00e4rtesten Umweltbedingungen herrschen, gegr\u00fcndet worden. So stellt sich das Unternehmen auf seiner Website vor. Das t\u00f6nt nach einer waghalsigen Expedition in rauer Umgebung. \u00abSo ist es auch\u00bb, sagen die drei Gespr\u00e4chspartner Dominique Steffen, Rinaldo Burgener und Fabian Zumoberhaus lachend. Zwar habe sich der Standort aus der Herkunft der Personen, die im Unternehmen aktiv sind und allesamt aus dem Oberwallis stammen, ergeben, \u00ababer wir haben hier wirklich die besten Voraussetzungen\u00bb, erkl\u00e4rt Dominique Steffen, Verwaltungsrat und verantwortlich f\u00fcrs Engineering bei der Infrasens AG.<\/p>\n<p>Neben den nahegelegenen Hochschulen und einer hohen Dichte an Ingenieursb\u00fcros machen laut Steffen die geologische Beschaffenheit und das Naturgefahrenpotenzial sowie spannende Infrastrukturprojekte, beispielsweise durch die zahlreichen Br\u00fccken in der Region, den Standort Wallis f\u00fcr Infrasens zu einem spannenden Arbeitsumfeld. Mit seinen Dienstleistungen will das Unternehmen die Technik-, Ingenieurs- und Digitalisierungsbereiche zusammenf\u00fchren. \u00abWir haben es uns zum Ziel gemacht, die Ideen aus diesen Welten zu verschmelzen.\u00bb Kurz gesagt: Infrasens digitalisiert Infrastruktur. Daf\u00fcr setzt es in erster Linie auf Sensoren und eine selbstentwickelte Cloud-Software.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Dank Messungen unn\u00f6tige Investitionen vermeiden<\/strong><\/p>\n<p>Um dieses Ziel zu erreichen, ist Infrasens auf verschiedenen Pfaden unterwegs. Steffen nennt zwei Grundideen, die das Unternehmen verfolgt. \u00abWir wollen Bauwerke zum Leben erwecken. Daf\u00fcr werden per Sensoren Daten gesammelt und Informationen \u00fcber ihren Zustand ermittelt. Im Infrastrukturbereich besteht in diesem Bereich noch ein grosses Potenzial\u00bb, ist er \u00fcberzeugt. \u00abBauwerke, die in die Jahre gekommen sind, bergen gewisse Risiken. Damit man diese in den Griff bekommt, k\u00f6nnen mit Sensoren erhobene Daten wertvolle Hinweise liefern.\u00bb Hinweise, die bittern\u00f6tig sind: Noch werde in der Schweiz deutlich zu wenig investiert, um die Infrastruktur in Wert zu halten, so der ausgebildete Ingenieur.<\/p>\n<p>Die zweite Grundidee betrifft die Verf\u00fcgbarmachung der erhobenen Daten f\u00fcr Ingenieurb\u00fcros und Beh\u00f6rden. Mit Hilfe einer Cloud-L\u00f6sung werden Daten aller Art zusammengetragen, was die Auswertung und die Planung von Investitionen erleichtert. Daf\u00fcr werden bei Bedarf auch Informationen von Sensoren unterschiedlicher Hersteller, sofern m\u00f6glich, integriert. Rinaldo Burgener, Software-Administrator und Sales-Verantwortlicher, erkl\u00e4rt die Ausrichtung der Cloud: \u00abAls wir mit der Software angefangen haben, hat sich rasch gezeigt, dass es nichts Erschwingliches und tats\u00e4chlich Brauchbares im Bereich Infrastrukturmanagement auf dem Markt gibt. Deshalb haben wir unsere Cloud-L\u00f6sung entsprechend ausgebaut.\u00bb<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Vom hochkomplexen Bauwerk bis zum Robidog<\/strong><\/p>\n<p>Bei Infrasens spricht man in diesem Zusammenhang von Demokratisierung. \u00abUnser Ansatz sieht vor, unsere Plattform in der Breite anbieten zu k\u00f6nnen\u00bb, sagt Steffen und denkt dabei etwa an die Gemeinden. Zwar gebe es schon l\u00e4nger L\u00f6sungen in diesem Bereich, aber meist nur mit eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten und zu einzelnen Aspekten. \u00abWir wollen das Angebot demokratisieren, damit m\u00f6glichst viele ihre Infrastruktur auf einer einzigen Plattform managen k\u00f6nnen.\u00bb So ist es auf der Cloud-Software von Infrasens nicht nur m\u00f6glich, hochkomplexe Bauwerke mittels Sensoren zu \u00fcberwachen, sondern auch \u2013 scheinbar simple \u2013 Bewirtschaftungsaufgaben zu meistern.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Erfassung von Robidogs. \u00abWurde fr\u00fcher jeder Robidog von Hand in einer Excel-Tabelle aufgef\u00fchrt, k\u00f6nnen diese nun in einem Tool erfasst, mit Daten verkn\u00fcpft und auf einer Karte dargestellt werden. Das erleichtert die Arbeit und die Planung der Gemeinde ungemein\u00bb, erkl\u00e4rt Burgener. Die Datensicherung, die Zusammenf\u00fchrung von Informationen und der ortsunabh\u00e4ngige Zugang \u00fcbers Netz bringen dabei Vorteile. Auch bei komplexen Bauwerken: \u00abWegen fehlender Fakten m\u00fcssen Ingenieure heute nicht selten sehr konservative Annahmen treffen. Das f\u00fchrt zu schlechten Resultaten. So werden teils Bauwerke ersetzt, obwohl die Lebensdauer noch nicht \u00fcberschritten wurde. Die Folge sind unn\u00f6tig hohe Kosten.\u00bb<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Sensible Messungen im Atomkraftwerk<\/strong><\/p>\n<p>Zur Kundschaft von Infrasens z\u00e4hlen Ingenieurb\u00fcros, aber auch Gemeinden, der Kanton oder die Bahnbetriebe. Die Auftr\u00e4ge konzentrieren sich seit der Gr\u00fcndung im Jahr 2018 vor allem aufs Wallis und auf Bern. Spricht man die Macher bei Infrasens auf bislang erreichte Meilensteine an, zeigt sich ein breites Spektrum an interessanten Projekten. Den Startschuss bildete die Einf\u00fchrung einer Br\u00fccken\u00fcberwachung, kombiniert mit Messungen zum Gew\u00e4sserstand, in Zermatt. Es folgten Auftr\u00e4ge f\u00fcr die A9, die Weiterentwicklung der Cloud-L\u00f6sung f\u00fcr Gemeinden, Sensoreins\u00e4tze an einer vielfrequentierten Stahlwerkfachbr\u00fccke im Bahnbereich und schliesslich \u2013 unter grossen Sicherheitsvorkehrungen \u2013 hochsensible Datenerhebungen beim R\u00fcckbau des Kernkraftwerks M\u00fchleberg.<\/p>\n<p>Besonders stolz ist man bei Infrasens auf ein im Jahr 2021 selbst entwickeltes Ersch\u00fctterungsmessger\u00e4t. \u00abDas war unser erster eigener Sensor. Ein echter Meilenstein f\u00fcr Infrasens, auch weil solche Messger\u00e4te sehr komplex sind\u00bb, sagt Steffen. Ersch\u00fctterungsmessger\u00e4te werden bei Bauprojekten installiert, um in Erg\u00e4nzung zu vorg\u00e4ngig erstellten Rissprotokollen bei den Arbeiten entsprechende Ersch\u00fctterungen nachweisen und bei Bedarf einen Baustopp vornehmen zu k\u00f6nnen. An diesem Punkt komme erneut die Cloud zum Tragen, betont Softwareentwickler Fabian Zumoberhaus. \u00abDie Cloud f\u00fchrt alle relevanten Daten zusammen, vom Rissprotokoll \u00fcber die Messungen bis hin zur Bereitstellung von Berichten. Das ist sehr n\u00fctzlich.\u00bb<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Digitalisierung spielt Infrasens in die Karten<\/strong><\/p>\n<p>Den Entwicklungsm\u00f6glichkeiten von Infrasens scheinen kaum Grenzen gesetzt. Dabei spielt dem Unternehmen auch die zunehmende Digitalisierung der Baubranche in die Karten. Steffen, der selbst vor einigen Jahren zu diesem Thema eine Masterarbeit geschrieben hat, sieht viele Chancen. \u00abHeute ist es bereits m\u00f6glich, die Bauwerkswelt, die Umgebung und die Infrastruktur digital miteinander zu verbinden und so Prozesse erheblich zu vereinfachen. In einem n\u00e4chsten Schritt wird dank KI die intelligente Auswertung der erhobenen Daten folgen.\u00bb \u00dcberdies wird es zunehmend zum Thema, Informationen von Sensoren auch indirekt zu nutzen. Er nennt das Beispiel von Messungen an Zugbr\u00fccken, die ganz nebenbei R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Gewicht von Z\u00fcgen zulassen und so f\u00fcr Verkehrsprognosen genutzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Quelle : <\/strong><a href=\"https:\/\/www.wlog.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WLOG<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Oberwalliser Jungunternehmen Infrasens surft auf der Digitalisierungswelle und nutzt sie gezielt f\u00fcr Datenerhebungen im Infrastrukturbereich. Mit Sensoren und einer eigenen Cloud-Software optimiert es so die \u00dcberwachung von hochkomplexen Bauwerken und vereinfacht gleichzeitig die Bewirtschaftung von Infrastruktur \u2013 bis hin zur Erfassung von Robidogs in Gemeinden. Bei einem Besuch in den B\u00fcror\u00e4umlichkeiten am Briger Sebastiansplatz [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":43500,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[204],"tags":[],"class_list":["post-43501","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-digitalisierung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43501"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43501\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43502,"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43501\/revisions\/43502"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/43500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/theark.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}