{"id":43511,"date":"2023-12-21T11:41:05","date_gmt":"2023-12-21T10:41:05","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/news\/nos-collaborateurs-representent-tout-notre-savoir-et-nos-competences\/"},"modified":"2024-11-21T18:14:50","modified_gmt":"2024-11-21T17:14:50","slug":"nos-collaborateurs-representent-tout-notre-savoir-et-nos-competences","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/nos-collaborateurs-representent-tout-notre-savoir-et-nos-competences\/","title":{"rendered":"\u00abIn unseren Mitarbeitenden steckt all unser Wissen und K\u00f6nnen\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit Jahrzehnten produziert die Scintilla AG in St. Niklaus S\u00e4gebl\u00e4tter und Co. Mit grossem Erfolg. Jeden Tag werden rund eine Million Produkte hergestellt, verpackt und in alle Welt verschickt. Gesch\u00e4ftsleitungsmitglied Raymond Brantschen gew\u00e4hrt einen Blick hinter die Kulissen und sagt, was das Erfolgsrezept des Unternehmens ausmacht und wie es seine Position als Marktleader l\u00e4ngerfristig sichern kann.<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Wir befinden uns mitten in der Nachkriegszeit der 1940er-Jahre. Das in Solothurn angesiedelte Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.scintilla.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Scintilla<\/a> hat eben erst die Stichs\u00e4ge erfunden und damit f\u00fcr Schlagzeilen gesorgt. Nun ist es auf der Suche nach einem billigen Produktionsstandort mit gen\u00fcgend Arbeitskr\u00e4ften, die bei der Herstellung von S\u00e4gebl\u00e4ttern anpacken k\u00f6nnen. F\u00fcndig wird man im Nikolaital. In St. Niklaus startet im Jahr 1947 mit Unterst\u00fctzung des Bundes der Betrieb der ersten Fertigungsanlage \u2013 im leerstehenden Grand Hotel. Altes Filmmaterial dokumentiert den Lebensalltag, mit Bildern von einem b\u00e4uerlich gepr\u00e4gten, einfachen Leben im alpinen Seitental und im Gegensatz dazu die ersten l\u00e4rmenden Produktionsanlagen, die den Startschuss zur Entwicklung von St. Niklaus zu einem Wirtschaftsstandort mit globaler Ausstrahlung setzen.<\/p>\n<p>Bis heute sind die Arbeitskr\u00e4fte im Zaniglaser Werk der Erfolgsgarant Nummer 1 f\u00fcr das Unternehmen geblieben. \u00abIn unseren Mitarbeitenden steckt all unser Wissen und K\u00f6nnen\u00bb, sagt Raymond Brantschen im Gespr\u00e4ch. Brantschen ist verantwortlich f\u00fcr den Bereich Technische Funktionen und stellvertretender Gesch\u00e4ftsleiter bei der Scintilla AG. \u00abSie sind in ihren Bereichen sehr gut ausgebildet, motiviert und flexibel.\u00bb Auch die Fluktuation am Standort ist vergleichsweise niedrig. \u00abViele unserer Mitarbeitenden sind in der Region stark verwurzelt und sch\u00e4tzen die N\u00e4he zu ihrem Zuhause.\u00bb Die Scintilla AG profitiere dabei zudem von den Hochschulen im Kanton, welche dem Personal nach erfolgter Grundausbildung verschiedene Zusatzausbildung und Weiterbildungen in Kombination mit einer Weiterarbeit im Betrieb erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Stabil gute Qualit\u00e4t bei hohem Durchsatz als Erfolgsgarant<\/strong><\/p>\n<p>Aktuell besch\u00e4ftigt Scintilla im Wallis rund 800 Personen, davon 24 Lernende in den unterschiedlichsten Bereichen vom Polymechaniker bis hin zur Lageristin. Nachdem man w\u00e4hrend der Coronakrise und dem damit verbundenen Heimwerker-Hype vor\u00fcbergehend ann\u00e4hernd 900 Leute besch\u00e4ftigen konnte, hat sich die Mitarbeiterzahl in der Zwischenzeit wieder auf hohem Niveau eingependelt. T\u00e4glich werden rund eine Million Zubeh\u00f6rteile f\u00fcr Elektrowerkzeuge produziert. Gut 7000 Produkte z\u00e4hlen zum Sortiment. \u00abWir bieten eine hohe Fertigungstiefe. Bis hin zum Endprodukt wird alles vor Ort produziert\u00bb, betont Brantschen. Tag f\u00fcr Tag verl\u00e4sst ein Lastwagen das Vispertal in Richtung Welt \u2013 vollgeladen mit Zaniglaser Erzeugnissen. \u00abWir sind mit unseren Produkten Weltmarktf\u00fchrer. Mit Europa und Amerika verf\u00fcgen wir \u00fcber zwei Hauptm\u00e4rkte. Beide machen je rund 40 Prozent unseres Umsatzes aus. Ebenfalls eine Rolle, wenn auch ein kleinere, spielen Asien und Ozeanien.\u00bb<\/p>\n<p>Die Chance ist also durchaus gross, dass ein australischer Heimwerker beim Zuschneiden von Brettern f\u00fcr seinen neuen H\u00fchnerstall in \u00abDown under\u00bb Walliser Qualit\u00e4t in den H\u00e4nden h\u00e4lt. Qualit\u00e4t, die in allen Ecken dieser Welt h\u00e4lt, was sie verspricht und den Erfolg von Scintilla ausmacht. Qualit\u00e4t, deren Sicherstellung aber auch einiges an Know-how voraussetzt. \u00abEs ist nicht so, dass man eine Maschine hat, ein St\u00fcck Stahl hineinwirft und dann hinten ein S\u00e4geblatt herausf\u00e4llt\u00bb, erkl\u00e4rt Brantschen lachend. \u00abIn Tat und Wahrheit ist es schon einiges komplexer.\u00bb Um stabil mit gleichbleibend guter Qualit\u00e4t bei entsprechendem Durchsatz produzieren zu k\u00f6nnen, sind laut Brantschen verschiedene Puzzleteile, die st\u00e4ndig weiterentwickelt und aufeinander angestimmt werden m\u00fcssen, n\u00f6tig.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Maschinenprofis sorgen f\u00fcr Vorsprung<\/strong><\/p>\n<p>Ein solches Puzzleteil ist der Sondermaschinenbau, \u00abder uns deutlich von anderen Produzenten in der Branche abhebt\u00bb, sagt Brantschen. \u00abWir k\u00f6nnen Anlagen selbst vor Ort aufbauen, in Betrieb nehmen, warten und weiterentwickeln. Dadurch erhalten wir eine riesige Flexibilit\u00e4t und sind nicht abh\u00e4ngig von Externen. Das Wissen bleibt im Haus.\u00bb Um diesen Vorsprung gegen\u00fcber der Konkurrenz zu sichern, brauche es aber auch gute Leute. Deshalb sei die Lehrlingsausbildung am Standort auch so wichtig. \u00dcberdies ist es laut Brantschen entscheidend, dass die Produktentwicklung gemeinsam mit der Prozessentwicklung erfolgt. \u00abEs bringt nichts, das beste Produkt zu haben, wenn man es nicht prozesssicher produzieren kann. Das ist nur m\u00f6glich, wenn man einen guten Sondermaschinenbau hat.\u00bb Nur so k\u00f6nne man scheinbar Unm\u00f6gliches ausprobieren und innovativ sein.<\/p>\n<p>Ein weiteres wichtiges Puzzleteil ist das hauseigene Pr\u00fcflabor. Dort werden nicht nur Eingangskontrollen von Stahl bis hin zum Verpackungsmaterial durchgef\u00fchrt, sondern auch w\u00e4hrend und am Ende des Produktionsprozesses Qualit\u00e4tstest durchgef\u00fchrt. Oder komplett neue Produkte auf Herz und Nieren gepr\u00fcft. Solche Tests k\u00f6nnen vielf\u00e4ltig sein. Brantschen: \u00a0\u00abIm Testlabor s\u00e4gen Roboter oder Mitarbeitende von Hand und bearbeiten verschiedene Material, um die Wirkung bestimmter Zubeh\u00f6rteile zu analysieren.\u00bb Im Innovationsbereich arbeiten verschiedene Stellen zusammen und tauschen sich aus: die Produktentwicklung am Hauptsitz in Solothurn sowie der Musterbau, das Testlabor und die Prozessentwicklung, welche ebenfalls neue Entwicklungen auf dem Markt beobachtet, in St. Niklaus. \u00abDie N\u00e4he dieser Stellen zur Fertigung macht die Wege kurz\u00bb, ist Brantschen \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Digitale Zwillinge verbessern Produktionsprozesse<\/strong><\/p>\n<p>Um am Markt langfristig attraktiv zu bleiben, m\u00fcssen die Produkte immer wieder optimiert werden, beispielsweise durch Anpassungen ihrer Geometrie. \u00abZwar bleibt der grosse Anteil der Palette best\u00e4ndig. Es kommen aber laufend neue Teile dazu, w\u00e4hrend andere aus dem Sortiment fallen\u00bb, erkl\u00e4rt Brantschen. Der Trend gehe aktuell in Richtung Hartmetall. \u00abBl\u00e4tter werden zusehends damit verst\u00e4rkt. Dadurch wird die Lebensdauer verl\u00e4ngert und es ergeben sich beim Endkunden ganz neue Anwendungsm\u00f6glichkeiten.\u00bb Ein Beispiel f\u00fcr ein neues Produkt ist das \u00abMulitmaterial-HM-Segments\u00e4geblatt\u00bb, das vor gut drei Jahren in die Produktion aufgenommen wurde, ein OMT-Starlock-Zubeh\u00f6rteil f\u00fcr Multifunktionsger\u00e4te. Auch hier wird Hartmetall aufgeschweisst \u2013 \u00abeine Erweiterung, die wir als einzige auf dem Markt anbieten k\u00f6nnen\u00bb. Laut Brantschen war die Entwicklung komplex, sie dauerte rund zwei Jahre.<\/p>\n<p>\u00abAuch k\u00fcnftig wird es f\u00fcr uns wichtig sein, st\u00e4ndig mit der Technologieentwicklung mitzugehen, um sie in unsere Produkte und Prozesse einfliessen lassen zu k\u00f6nnen\u00bb, so Brantschen. Auf die Frage, ob er die k\u00fcnftigen M\u00f6glichkeiten durch die Digitalisierung und k\u00fcnstliche Intelligenz als Chance oder als Herausforderung wahrnimmt, antwortet er lachend: \u00abChance und Herausforderung, w\u00fcrde ich sagen. Die Digitalisierung wird neue Berufe bringen, neue Anforderungen ans Produkt oder die Maschinen stellen und gleichzeitig helfen, die Kosten zu reduzieren. Da muss man mitgehen, sonst ist man pl\u00f6tzlich wirklich in einem Seitental.\u00bb Gerade Themen wie Automatisierung und Industrie 4.0 seien dabei f\u00fcr die Scintilla entscheidend. \u00abDigitale Zwillinge werden es k\u00fcnftig erlauben, Prozesse immer besser zu verstehen und sie weiter zu optimieren.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Quelle :<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.wlog.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WLOG<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahrzehnten produziert die Scintilla AG in St. Niklaus S\u00e4gebl\u00e4tter und Co. 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