{"id":44693,"date":"2020-11-10T18:03:22","date_gmt":"2020-11-10T17:03:22","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/news\/les-outils-digitaux-de-precieuses-aides-a-la-decision-pour-la-gestion-des-dangers-naturels\/"},"modified":"2024-11-21T18:28:39","modified_gmt":"2024-11-21T17:28:39","slug":"les-outils-digitaux-de-precieuses-aides-a-la-decision-pour-la-gestion-des-dangers-naturels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/les-outils-digitaux-de-precieuses-aides-a-la-decision-pour-la-gestion-des-dangers-naturels\/","title":{"rendered":"Digitale Tools helfen beim Umgang mit Naturgefahren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Digitalisierung ist inzwischen in vielen Bereichen Realit\u00e4t. Dies gilt auch f\u00fcr den Umgang mit Naturgefahren, wo man sich bei der Vorhersage auf Daten aus der Praxis st\u00fctzen muss. In diesem f\u00fcr das Wallis sehr wichtigen T\u00e4tigkeitsbereich ist die Digitalisierung eine wertvolle Entscheidungshilfe f\u00fcr Spezialisten. Die gesammelten Daten m\u00fcssen zuverl\u00e4ssig, in ausreichender Menge verf\u00fcgbar und von Fachleuten interpretierbar sein. Dies geht aus dem Online-Diskussionstisch hervor, der Anfang November von <a href=\"https:\/\/www.crealp.ch\/fr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CREALP<\/a>, dem <a href=\"https:\/\/www.vs.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kanton Wallis<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.cimark.ch\/index_de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CimArk<\/a> im Rahmen der Schweizer Digitaltage organisiert wurde. Etwa dreissig Personen aus allen Lebensbereichen und Berufsfeldern nahmen daran teil.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abDie Digitalisierung macht es m\u00f6glich, drei wesentliche Fragen anzugehen: Wie wir die Natur nutzen, wie wir sie sch\u00fctzen und wie wir uns selbst sch\u00fctzen. Gerade in diesem Dreiecksverh\u00e4ltnis kommt der Digitalisierung eine besondere Bedeutung zu\u00bb, sagte Bettina Schaefli, Professorin f\u00fcr Hydrologie an der Universit\u00e4t Bern, in ihrer Er\u00f6ffnungsrede. Es sind allerdings noch viele Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen, um die Digitalisierung bestm\u00f6glich nutzen zu k\u00f6nnen. Die erste davon betriff die Technik. Die Zuverl\u00e4ssigkeit der in nat\u00fcrlichen Umgebungen gesammelten Daten ist sehr wichtig. Ohne Zuverl\u00e4ssigkeit ist es nicht m\u00f6glich, bei Entscheidungsfindung darauf zur\u00fcckzugreifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Illusion des Null-Risikos<\/strong><\/p>\n<p>Der andere wesentliche Punkt sind die Geschwindigkeit und die Verf\u00fcgbarkeit von digitalen Diensten. Idealerweise sollten die Messungen kontinuierlich erfolgen. Die F\u00e4higkeit, schnell zu handeln, kann in Notsituationen einen nicht unwesentlichen Unterschied ausmachen. Aber mit einem hohen Grad an Digitalisierung kann es auch die Illusion eines Null-Risikos geben. Man glaubt, alles unter Kontrolle zu haben, weil eine Menge Daten zur Verf\u00fcgung stehen.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinter diesem Begriff des Null-Risikos verbirgt sich zugleich der Begriff der Verantwortung. Unabh\u00e4ngig davon, ob \u00dcberwachungssysteme f\u00fcr Naturgefahren automatisiert sind oder nicht, ob sie computer- oder menschengemacht sind, bleibt die Frage, wer die Verantwortung \u00fcbernimmt. Wer \u00fcbernimmt sie, wenn das Ergebnis nicht dem entspricht, was von der Maschine vorhergesagt wurde, oder wenn sich eine auf der Grundlage der Daten getroffene Entscheidung als nicht richtig erweist?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bescheiden bleiben<\/strong><\/p>\n<p>Wie legt man also ein \u00abakzeptables\u00bb Risiko fest? Welcher Handlungsspielraum sollte in Bezug auf \u00abfalsch positiv\u00bb und \u00abfalsch negativ\u00bb gewahrt werden? Das Wichtigste ist, bescheiden zu bleiben. Diese Demut, die zu der Erkenntnis f\u00fchrt, dass wir nicht alles kontrollieren, wissen oder vorhersehen k\u00f6nnen, muss sich auch in den digitalen Tools, die entwickelt werden, widerspiegeln, so die Erkenntnis der Diskussionsrunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tatsache bleibt, dass seit den \u00dcberschwemmungen im Jahr 2000, die im Wallis ihre Spuren hinterlassen haben, grosse Fortschritte gemacht wurden. \u00abDie Digitalisierung im 21. Jahrhundert stellt eines der wichtigsten Instrumente zur Erstellung von Prognosen dar. Ohne die digitale Technologie w\u00e4ren die M\u00f6glichkeiten der Hochwasservorhersage viel begrenzter gewesen\u00bb, betonte Antonio Abellan, Direktor von CREALP. Die Implementierung eines vollautomatischen Systems ohne menschliches Eingreifen bleibt jedoch unrealistisch.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abDie digitalen Werkzeuge m\u00fcssen als Entscheidungshilfe betrachtet werden. Die Sensibilit\u00e4t des Gel\u00e4ndes und die Intuition der Spezialisten bleiben unerl\u00e4sslich\u00bb, erinnerte Rapha\u00ebl Mayoraz, Geologe der Walliser Kantonsregierung, die Teilnehmenden w\u00e4hrend der Diskussionen. Seiner Meinung nach besteht aber ein starkes Interesse daran zu verstehen, wie die Tools ihre Berechnungen durchf\u00fchren, damit die Ergebnisse dann noch besser interpretiert werden k\u00f6nnen. In diesem Zusammenhang scheinen k\u00fcnstliche Intelligenz und die intelligente Nutzung von Daten f\u00fcr das Management von Naturgefahren besonders relevant zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie sieht es mit dem Datenzugang aus?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Digitalisierung wirft weiter auch die Frage des Datenzugangs auf. Im Bereich der Naturgefahren, und vielleicht im Gegensatz zu anderen Bereichen wie der Gesundheit, k\u00f6nnten Daten f\u00fcr jedermann n\u00fctzlich sein. Voraussetzung w\u00e4re eine globale Plattform, zum Beispiel auf kantonaler Ebene, die es erlaubt, Daten zu hinterlegen und auch herunterzuladen. \u00abDie Verf\u00fcgbarkeit von Daten l\u00e4sst manchmal Raum f\u00fcr unprofessionelle Interpretationen. Dies ist insbesondere bei sozialen Netzwerken der Fall. Man darf nicht vergessen, dass nur Spezialisten in der Lage sein werden, den gesammelten Daten eine wirkliche Bedeutung zu geben\u00bb, so Rapha\u00ebl Mayoraz.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Einbeziehung der Bev\u00f6lkerung als Anbieter von Alltagsdaten ist wichtig, um eine grosse Datenmenge zu erhalten. Dabei stellt sich die Frage, ob es ethisch gesehen m\u00f6glich ist, die Bev\u00f6lkerung \u00abzum Arbeiten zu bringen\u00bb, um Informationen \u00fcber Naturph\u00e4nomene zu sammeln. Was werden die Menschen durch den Austausch von Daten und Informationen gewinnen? Auch diese Frage wird beantwortet werden m\u00fcssen, um die Datenmenge zu maximieren.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diskussionstische im ganzen Wallis<\/strong><\/p>\n<p>Diese Podiumsdiskussion wurde im Rahmen der <a href=\"https:\/\/www.digitaltage.swiss\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweizer Digitaltage<\/a> organisiert. Am 2. und 3. November hat der Kanton Wallis gemeinsam mit verschiedenen Partnern nicht weniger als acht Tische auf die Beine gestellt. Ziel war es, die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr das Potenzial der Digitalisierung zu sensibilisieren und vor allem in die Debatte einzubeziehen. Die leidenschaftlichen Diskussionen an der Veranstaltung zum Thema Digitalisierung und Naturgefahren haben gezeigt, dass dieses Ziel erreicht wurde. Es bleibt abzuwarten, wie die Digitalisierung in diesem Bereich am besten genutzt werden kann. Fortsetzung folgt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung ist inzwischen in vielen Bereichen Realit\u00e4t. Dies gilt auch f\u00fcr den Umgang mit Naturgefahren, wo man sich bei der Vorhersage auf Daten aus der Praxis st\u00fctzen muss. In diesem f\u00fcr das Wallis sehr wichtigen T\u00e4tigkeitsbereich ist die Digitalisierung eine wertvolle Entscheidungshilfe f\u00fcr Spezialisten. 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