{"id":44839,"date":"2021-01-25T15:09:12","date_gmt":"2021-01-25T14:09:12","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/news\/mit-lonza-konnten-wir-einen-erstklassigen-partner-gewinnen\/"},"modified":"2021-01-25T15:09:12","modified_gmt":"2021-01-25T13:09:12","slug":"mit-lonza-konnten-wir-einen-erstklassigen-partner-gewinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/mit-lonza-konnten-wir-einen-erstklassigen-partner-gewinnen\/","title":{"rendered":"\u00abMit Lonza konnten wir einen erstklassigen Partner gewinnen\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die US-Biotechfirma Moderna geh\u00f6rt in der Entwicklung und Herstellung eines Corona-Impfstoffs zur absoluten Weltspitze. Als Partner spielt dabei auch die Lonza in Visp eine wichtige Rolle. Der in Lausanne aufgewachsene Moderna-Europachef Dan Staner steht im Gespr\u00e4ch mit dem \u00abSonntagsBlick\u00bb Red und Antwort. Ein Auszug.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Die ganze Welt wartet sehnlichst auf die schnelle Verteilung von Impfdosen. Es m\u00fcssen turbulente Tage sein in der Chefetage von <a href=\"https:\/\/www.modernatx.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Moderna<\/a>!<\/em><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich. Die Ereignisse \u00fcberschlagen sich. Im Dezember wurde unser Impfstoff in den USA und Kanada zugelassen, dann folgten Europa, Grossbritannien und diese Woche nun die Schweiz. Wir arbeiten rund um die Uhr, um alle L\u00e4nder m\u00f6glichst schnell mit Impfdosen zu versorgen. Pers\u00f6nlich ist es die aufregendste Zeit meiner Karriere. Aber auch der Druck ist enorm. Die Menschen wollen geimpft werden!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Wo liegen die gr\u00f6ssten Herausforderungen?<\/em><\/p>\n<p>Wir arbeiten derzeit an vielen Fronten. Der Impfstoff muss produziert, dann \u00fcber ein internationales Logistiknetzwerk mit Flugzeug und K\u00fchlwagen verteilt werden. Bevor wir das tun k\u00f6nnen, brauchen wir Zulassungen. Den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden liefern wir immer noch riesige Datens\u00e4tze zu den klinischen Tests. Wir haben alle H\u00e4nde voll zu tun!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Der Impfstoff wird bei <a href=\"https:\/\/www.lonza.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lonza<\/a> in Visp hergestellt, dann in Spanien abgef\u00fcllt und \u00fcber das Drehkreuz Br\u00fcssel in die ganze Welt verteilt. Die Dosen f\u00fcr die Schweiz legen dabei fast 4000 Kilometer zur\u00fcck. Warum so kompliziert?<\/em><\/p>\n<p>Klingt kompliziert, ist aber unser t\u00e4gliches Brot. Nat\u00fcrlich stemmen wir nicht alles allein. Wir sind nicht Novartis oder Pfizer. Mit knapp 1300 Angestellten ist Moderna eine relativ kleine Firma. Wir brauchen das Know-how anderer Unternehmen. Gerade mit Lonza und K\u00fchne+Nagel konnten wir erstklassige Partner f\u00fcr diese Herkulesaufgabe gewinnen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Was gab den Ausschlag, bei Lonza in Visp zu produzieren?<\/em><\/p>\n<p>Lonza hat enorm viel Erfahrung auf dem Feld der Biotechnologie. Zudem k\u00f6nnen wir unsere Herstellungsprozesse nahtlos integrieren. Und die geografische Lage mitten in Europa bringt uns Vorteile in der Logistik. Es ist entscheidend, dass wir die K\u00fchlkette garantieren k\u00f6nnen. Der Impfstoff muss bei minus 20 Grad Celsius transportiert werden. Sonst verdirbt er.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Sie verlangen zwischen 32 und 37 Dollar pro Dose. Damit geh\u00f6ren Sie zu den teuersten Anbietern. Ein lukratives Gesch\u00e4ft!<\/em><\/p>\n<p>Wir haben zehn Jahre lang investiert. Dieser Impfstoff ist unser erstes Produkt. Und nat\u00fcrlich wollen wir Geld verdienen. Damit refinanzieren wir unsere Forschung und treiben neue Innovationen voran. Ich lasse mich jedes Jahr gegen die Grippe impfen. Auch die kostet zwischen 20 und 30 Franken. Und das f\u00fcr eine Technologie, die ein paar Jahrzehnte alt ist und die eine viel niedrigere Wirksamkeitsrate aufweist.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Wie gross sch\u00e4tzen Sie das Potenzial ein, mit mRNA auch andere Krankheiten zu lindern oder gar zu heilen?<\/em><\/p>\n<p>Gigantisch. Die mRNA-Forschung fristete in der Vergangenheit ein Nischendasein. Irgendwann hat es klick gemacht. Wir konnten Investoren davon \u00fcberzeugen, dass dies eine revolution\u00e4re Technologie ist. mRNA wird uns in Zukunft erm\u00f6glichen, personalisierte Krebsimpfstoffe oder einen Impfstoff gegen HIV herzustellen. Die M\u00f6glichkeiten, die uns mRNA bietet, sind fast grenzenlos. Wir m\u00fcssen sie nur nutzen!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> <em>Im Artikel wird ein grosses Bild des neuen BioArk-Geb\u00e4udes in Visp gezeigt. Moderna hat im BioArk zwar ihre B\u00fcros, der Impfstoff wird aber nat\u00fcrlich im Ibex-Komplex von Lonza hergestellt.<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Quelle:<\/strong> <a href=\"https:\/\/theark2017.allinone.io\/media\/document\/0\/bioarkvisp-artikel-sonntags-blick-vom-17.-januar-2021.pdf?1611580193\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview im \u00abSonntagsBlick\u00bb vom 17. Januar 2021<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-Biotechfirma Moderna geh\u00f6rt in der Entwicklung und Herstellung eines Corona-Impfstoffs zur absoluten Weltspitze. Als Partner spielt dabei auch die Lonza in Visp eine wichtige Rolle. Der in Lausanne aufgewachsene Moderna-Europachef Dan Staner steht im Gespr\u00e4ch mit dem \u00abSonntagsBlick\u00bb Red und Antwort. 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