{"id":4708,"date":"2017-08-28T16:22:00","date_gmt":"2017-08-28T14:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/journee-nationale-smart-energy-une-7e-edition-de-haute-tenue-8809\/"},"modified":"2024-09-17T18:12:26","modified_gmt":"2024-09-17T16:12:26","slug":"nationaler-thementag-smart-energy-eine-hochkaraetige-7-ausgabe-8813","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/nationaler-thementag-smart-energy-eine-hochkaraetige-7-ausgabe-8813\/","title":{"rendered":"Nationaler Thementag Smart Energy \u2013 eine hochkar\u00e4tige 7. Ausgabe!"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcber 180 Energie- und IT-Spezialisten nahmen an der 7. Ausgabe des Nationalen Thementags Smart Energy in Sitten teil. Die beachtlichen Besucherzahlen zeigen, dass diese\u00a0gemeinsam von der <a href=\"http:\/\/theark.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stiftung The Ark<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.cleantech-alps.com\/de\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CleantechAlps<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.sion.ch\/particuliers.xhtml\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stadt Sitten<\/a> ausgerichtete Event eine der Leitveranstaltungen der Branche ist. Die Diskussionen und Interaktionen waren zahlreich und vielseitig, sowie der runde Tisch zur Energiestrategie, die Vortr\u00e4ge zur Blockchain-Technologie oder auch zum Themenschwerpunkt der Energie unseres \u00f6sterreichischen Nachbarn. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u201eZum ersten Mal seit der Einf\u00fchrung der Veranstaltung im Jahr 2011 wurde das Hauptaugenmerk auf ein bestimmtes Land gerichtet. Drei renommierte Referenten, darunter Dr. Ernst Fleischhacker, einer der V\u00e4ter der Energiestrategie des Landes Tirol, boten Gelegenheit zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Schweiz und \u00d6sterreich\u201c, stellte Paul-Andr\u00e9 Vogel, Moderator des Thementages im Auftrag der Stiftung The Ark, fest.<\/p>\n<p>Roland Brandst\u00e4tter, vom gleichnamigen Ingenieurb\u00fcro mit Sitz in Linz, er\u00f6ffnete die Konferenz mit einem Zahlenvergleich zwischen \u00d6sterreich und der Schweiz. Unter geografischen Gesichtspunkten haben die beiden L\u00e4nder vieles gemeinsam. Gem\u00e4ss Brandst\u00e4tter ist es wichtig, sich von seinem Nachbarn inspirieren zu lassen, wenn dieser gute Ideen hat. Ein offenkundiger Unterschied: \u00d6sterreich ist nicht zu 100\u00a0% unabh\u00e4ngig, da es Teil der Europ\u00e4ischen Union ist. \u201eDies hat zur Folge, dass das Land seine Energiegesetze anpassen muss, indem es Ziele in \u00dcbereinstimmung mit der Europ\u00e4ischen Union festlegt. So strebt es zum Beispiel eine Senkung seines Energieverbrauchs um 200 Petajoule bis 2020 an.\u201c<\/p>\n<p>Anschliessend \u00e4usserte er seine Bef\u00fcrchtungen bez\u00fcglich der m\u00f6glichen Trennung der deutsch-\u00f6sterreichischen Strompreiszone. Deutschland m\u00f6chte aus diesem gemeinsamen Marktgebiet mit einer einheitlichen Preiszone aussteigen, was zu einer starken Erh\u00f6hung der Strompreise f\u00fcr \u00d6sterreich f\u00fchren k\u00f6nnte.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Energieautonomie f\u00fcr Tirol<\/strong><br \/>\nErnst Fleischhacker zeigte anschliessend die Pl\u00e4ne des Lands Tirol auf, das bis 2050 die Energieautonomie erreichen will. Er r\u00e4umte ein, dass dies nicht von heute auf morgen zu verwirklichen sei, da es auch darum ginge, die Einstellungen zu ver\u00e4ndern. Tirol plant, bis 2050 die Erzeugung von landeseigenen Ressourcen (Sonnen-, Windenergie u.a.)\u00a0um 30\u00a0% zu erh\u00f6hen und die Abh\u00e4ngigkeit von Importg\u00fctern, insbesondere von fossilen Energien, zu verringern (\u201350\u00a0%). \u201eAufgrund der gegenw\u00e4rtigen Erfahrungen sind die vorhandenen Strukturen nicht in der Lage, die von diesen neuen Prozessen hervorgerufenen Dynamiken zu bew\u00e4ltigen\u201c, so Dr. Fleischhacker, der jedoch zuversichtlich bleibt, da die Ziele bewusst langfristig angelegt wurden. Er stellte danach zwei konkrete Projekte vor, die in Richtung Energieautonomie gehen.<\/p>\n<p>Ein weiteres konkretes Projekt wurde von Ewald Perw\u00f6g, Projektleiter bei MPreis, dem Marktf\u00fchrer der B\u00e4ckereibranche \u00d6sterreichs, vorgestellt. Im Zentrum des Projekts steht eine Wasser-Elektrolyse-Anlage. Der Wasserstoff \u00fcbernimmt dabei die Funktion des Energietr\u00e4gers. Die Wasserstoffspeicherung wird f\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-emissionsfreie Herstellung von Br\u00f6tchen eingesetzt. In naher Zukunft werden die 50 LKWs, die die \u00fcber 260 MPreis-M\u00e4rkte beliefern, mit auf der Basis von Wasserstoffenergie hergestellten Brennstoffzellen ausgestattet werden.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Die Schweiz muss ihre Vorreiterrolle zur\u00fcckgewinnen <\/strong><br \/>\nDas Vormittagsprogramm wurde mit einem interessanten runden Tisch fortgesetzt, wobei als roter Faden die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes diente. An der von Jean-Albert Ferrez (<a href=\"http:\/\/www.esr.ch\/fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00e9nergies sion r\u00e9gion<\/a>) moderierten Veranstaltung beteiligten sich mehrere prominente Pers\u00f6nlichkeiten des Schweizer Energiesektors, darunter Christian Schaffner, Executive Director des <a href=\"http:\/\/www.esc.ethz.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energy Science Center<\/a>. Dieser stellte fest, dass \u201edie Schweiz mit der Wasserkraft im Energiebereich eine Vorreiterrolle einnahm. Sie muss jetzt diese verlorene Stellung zur\u00fcckgewinnen. Sie hat alles, um erfolgreich zu sein: eine sehr gute Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte, Forschungsinstitute und finanzielle Mittel. Auf dieser Basis k\u00f6nnte man schneller vorankommen.\u201c<\/p>\n<p>Alle Teilnehmer des runden Tisches waren sich darin einig, dass entsprechende Daten (Sammlung und Auswertung) entscheidend f\u00fcr optimale Fortschritte seien. Eine Ansicht, die sowohl bei den Netzbetreibern (Maurice Dierick von <a href=\"http:\/\/www.swissgrid.ch\/swissgrid\/de\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Swissgrid<\/a>) als auch in der Politik (Yannick Buttet, Nationalrat) geteilt wurde. St\u00e9phane Maret, Netzverantwortlicher bei <a href=\"http:\/\/www.sig-ge.ch\/particuliers\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SIG<\/a>, wies seinerseits darauf hin, dass sich ein Bruch abzeichnete, mit einem grundlegenden Wandel in der Energieerzeugung. \u201eDie Herausforderung besteht darin, auf diese Entwicklungen zu reagieren und dabei die Netzstabilit\u00e4t aufrechtzuerhalten. Zwischen den Netzebenen sollte es keine Konkurrenz geben. Entscheidend ist, die Verf\u00fcgbarkeit der Energie zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Fragen zur Blockchain \u00a0<\/strong><br \/>\nDie Blockchain-Technologie und ihre Auswirkungen auf den Energiesektor standen im Zentrum der Diskussionen am Nachmittag. Scott Kessler vom amerikanischen Start-up LO3 Energy erl\u00e4uterte zun\u00e4chst, was unter einer Blockchain zu verstehen ist: ein Verfahren zur dezentralen Durchf\u00fchrung von Transaktionen \u00fcber Peer-to-Peer-Verbindungen, ohne eine Drittinstanz einzuschalten. Eine solche Transaktion erfordert ein Verschl\u00fcsselungssystem, das die komplizierten Berechnungen l\u00f6st (die \u201eKnoten\u201c der Kette) und so zu einem Konsens zwischen verschiedenen Akteuren der Blockchain f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das Start-up <a href=\"http:\/\/lo3energy.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LO3 Energy<\/a> \u00fcbernimmt eine Schnittstellenfunktion zwischen der Interessengemeinschaft, den \u00f6ffentlichen Einrichtungen und den Technologien. Es sucht nach L\u00f6sungen, um die Erzeugung und den Verkauf von Strom zu dezentralisieren, und hat dazu eine Plattform f\u00fcr das Stromnetz \u2013 das Transactive Grid \u2013 entwickelt, das eine Blockchain einsetzt. Die verschiedenen Erzeuger k\u00f6nnen ihre \u00fcbersch\u00fcssige Energie in das Netz einspeisen und alle Transaktionen werden anonymisiert.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Ausgabe des Nationalen Thementags Smart Energy wird am Freitag, den 31. August 2018 wie bisher in Sitten stattfinden.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber 180 Energie- und IT-Spezialisten nahmen an der 7. Ausgabe des Nationalen Thementags Smart Energy in Sitten teil. Die beachtlichen Besucherzahlen zeigen, dass diese\u00a0gemeinsam von der Stiftung The Ark, CleantechAlps und der Stadt Sitten ausgerichtete Event eine der Leitveranstaltungen der Branche ist. 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