{"id":4732,"date":"2017-08-29T19:07:00","date_gmt":"2017-08-29T17:07:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/collaborer-plutot-que-de-se-faire-concurrence-pour-garantir-lapprovisionnement-8818\/"},"modified":"2024-09-17T18:12:27","modified_gmt":"2024-09-17T16:12:27","slug":"zusammenarbeit-statt-konkurrenz-fuer-die-sicherung-der-stromversorgung-8818","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/zusammenarbeit-statt-konkurrenz-fuer-die-sicherung-der-stromversorgung-8818\/","title":{"rendered":"Zusammenarbeit statt Konkurrenz \u2013 f\u00fcr die Sicherung der Stromversorgung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Akteure der verschiedenen Ebenen des Schweizer Stromnetzes m\u00fcssen zusammenarbeiten, statt sich Konkurrenz zu machen \u2013 mit dem Endziel, die Energieversorgung sicherzustellen. Jedoch besteht gegenw\u00e4rtig ein Ungleichgewicht auf dem Markt, zwischen Erzeugern bestimmter Bereiche, die mit Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen haben, und Energieversorgern, denen es gut geht. Die Politik denkt zurzeit \u00fcber entsprechende Massnahmen nach, wie der Nationalrat Yannick Buttet beim runden Tisch im Rahmen des Nationalen Thementags <a href=\"https:\/\/www.booking-corner.com\/portalCimArk\/cmsscripts\/default.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Smart Energy<\/a> klarstellte.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>An diesem runden Tisch, der von Jean-Albert Ferrez (<a href=\"https:\/\/www.esr.ch\/fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energies Sion R\u00e9gion<\/a>) moderiert wurde, nahmen Akteure des Schweizer Stromnetzes teil, darunter auch <a href=\"https:\/\/www.swissgrid.ch\/swissgrid\/fr\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Swissgrid<\/a>. Dabei wurde unter anderem die Zusammenarbeit zwischen den Hauptbeteiligten angesprochen. \u201eVor dem Hintergrund eines grundlegenden Wandels der Produktionsmittel d\u00fcrfen die verschiedenen Netzebenen nicht zueinander in Konkurrenz treten. Das Entscheidende ist wirklich, zusammenzuarbeiten und die Verf\u00fcgbarkeit der Energie f\u00fcr die Endkunden sicherzustellen\u201c, so St\u00e9phane Maret, Direktor Verteilnetzverwaltung beim Genfer Energieversorger Services Industriels de Gen\u00e8ve (<a href=\"http:\/\/www.sig-ge.ch\/particuliers\/home\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SIG<\/a>).<\/p>\n<p>\n<strong>Gemeinsames Ziel: Wiedergewinnung der Vorreiterrolle der Schweiz<\/strong><br \/>\nChristian Schaffner, Executive Director des Energy Science Center der ETH Z\u00fcrich, pflichtete dem voll und ganz bei. \u201eDie Gelegenheiten zur Zusammenarbeit sind vielf\u00e4ltig. \u00a0Die Akteure dieses Bereichs m\u00fcssen gemeinsam darauf hinarbeiten, dass die Schweiz ihre Vorreiterrolle wiedergewinnt, die sie mit dem Aufkommen der Wasserkraft eingenommen hatte, aber seitdem verloren hat.<\/p>\n<p>\n\u201eWir verf\u00fcgen \u00fcber eine sehr gute Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte, kompetente Forschungsinstitute und die entsprechenden Finanzmittel. Auf dieser Basis k\u00f6nnte die Schweiz schneller und weiter vorankommen.\u201c Zum Beispiel durch die Geb\u00e4udeautomatisierung oder die Weiterentwicklung der Elektromobilit\u00e4t. Mit ihren kurzen Entfernungen eignet sich die Schweiz gut, um solche Projekte umzusetzen und mit gutem Beispiel voranzugehen. \u201eJedoch wartet die Welt der Forschung gegenw\u00e4rtig auf eine aktivere Zusammenarbeit mit der Industrie, vor allem f\u00fcr die Weitergabe von Daten und Know-how.\u201c<\/p>\n<p>\n<strong>Das Geld ist vorhanden, aber schlecht verteilt \u00a0<\/strong><br \/>\nAuf politischer Ebene stellte Nationalrat Yannick Buttet, der den Prozess der Energiestrategie 2050 begleitet hat, erfreut einen Mentalit\u00e4tswandel in der Bev\u00f6lkerung fest. \u201eDas Risiko besteht jetzt darin, dass wir nicht \u00fcber die Mittel f\u00fcr unsere ehrgeizigen Ziele verf\u00fcgen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>In den Wandelg\u00e4ngen des Schweizer Parlaments spricht man nicht mehr \u00fcber die Energiestrategie, sondern eher \u00fcber die Netzstrategie. Wie soll man vorgehen, damit die Schweiz eine Drehscheibe der Energie in Europa bleibt? Wie lassen sich auf der Netzebene die Ziele der Energiestrategie 2050 umsetzen? Laut Yannick Buttet ist CO2 ebenfalls ein Anliegen des Parlaments, aber auch das Design des Marktes, etwa f\u00fcr die Wasserkraft.<\/p>\n<p>\u201eDas Geld wird nicht gerecht zwischen den Energieversorgern und den Erzeugern aufgeteilt, die Probleme, aber keine Endkunden haben.\u201c Es steht jedoch gen\u00fcgend Geld in diesem Bereich zur Verf\u00fcgung. \u201eEs geht nicht darum, das System zu verstaatlichen, sondern die Erzeuger mit den Finanzmitteln der Versorger finanzieren zu k\u00f6nnen. Tats\u00e4chlich ist der heutige Markt nicht liberalisiert: dies ist eine der Hauptursachen des derzeitigen Systems. Dies f\u00fchrt zu Ungleichgewichten und Funktionsst\u00f6rungen, die die Politik regeln muss.\u201c<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><em>Das Interview wurde am 25. August 2017 gef\u00fchrt.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>\n\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Akteure der verschiedenen Ebenen des Schweizer Stromnetzes m\u00fcssen zusammenarbeiten, statt sich Konkurrenz zu machen \u2013 mit dem Endziel, die Energieversorgung sicherzustellen. Jedoch besteht gegenw\u00e4rtig ein Ungleichgewicht auf dem Markt, zwischen Erzeugern bestimmter Bereiche, die mit Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen haben, und Energieversorgern, denen es gut geht. 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