{"id":4749,"date":"2017-08-29T19:28:00","date_gmt":"2017-08-29T17:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/de-lhydrogene-pour-diminuer-lempreinte-energetique-du-tyrol-autrichien-8820\/"},"modified":"2024-09-17T18:12:29","modified_gmt":"2024-09-17T16:12:29","slug":"wasserstoff-zur-reduzierung-des-oekologischen-fussabdrucks-tirols-8820","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/wasserstoff-zur-reduzierung-des-oekologischen-fussabdrucks-tirols-8820\/","title":{"rendered":"Wasserstoff zur Reduzierung des \u00f6kologischen Fussabdrucks Tirols"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ende August fand in der Aula Fran\u00e7ois-Xavier Bagnoud in Sitten die 7. Ausgabe des <a href=\"https:\/\/www.booking-corner.com\/portalCimArk\/cmsscripts\/default.aspx?lang=de&#038;num=2249\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nationalen Thementags Smart Energy<\/a> statt. Zu diesem Anlass gab Ewald Perw\u00f6g, Energie- und Umweltbeauftragter bei <a href=\"http:\/\/www.mpreis.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MPreis<\/a> \u2013 eine der gr\u00f6ssten Einzelhandelsketten \u00d6sterreichs \u2013 den 180 Teilnehmern eine Einf\u00fchrung in das Projekt DEMO4Grid. In rund 20 Minuten gelang es ihm aufzeigen, wie der Einsatz von Wasserstoff als Energietr\u00e4ger eine deutliche Senkung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen und einen nicht unerheblichen Gewinn f\u00fcr den Geldbeutel erm\u00f6glicht!<\/strong><br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p>MPreis ist ein Familienunternehmen des Landes Tirol, zu dem heute \u00fcber 260 M\u00e4rkte und 170 B\u00e4ckereien-Konditoreien in ganz \u00d6sterreich z\u00e4hlen. Das Unternehmen, gr\u00f6sste Einzelhandelskette und wichtigster Arbeitgeber Tirols, beteiligt sich an dem Projekt DEMO4Grid, das von der Europ\u00e4ischen Kommission und vom Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) unterst\u00fctzt wird. Konkret plant dieses Konsortium, die wirtschaftliche Durchf\u00fchrbarkeit der Nutzung des mit einem alkalischen Elektrolyseur von 4 MW erzeugten Wasserstoffs anhand von praxisnahen industriellen Business Cases zu beweisen.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wie funktioniert es?<\/strong><br \/>\nDer Elektrolyseur steht im Zentrum des Projekts. Als Energietr\u00e4ger bietet Wasserstoff die M\u00f6glichkeit, eine Energiekette ohne Treibhausgasemissionen einzuf\u00fchren. In einer ersten Phase wird der erzeugte und gespeicherte Wasserstoff als Ersatz f\u00fcr Erdgas zur Energieversorgung der B\u00e4ckerei\u00f6fen dienen, um Br\u00f6tchen ohne CO<sub>2<\/sub>-Emissionen herzustellen.<\/p>\n<p>In einer zweiten Phase wird es darum gehen, diesen Wasserstoff als Ersatz f\u00fcr den Diesel der heutigen LKW-Flotte, die t\u00e4glich die 260 Verkaufsstellen von MPreis beliefert, zur Energieversorgung der Brennstoffzellen der zuk\u00fcnftigen LKWs einzusetzen. Gegenw\u00e4rtig arbeiten verschiedene Hersteller wie Scania oder ASKO an derartigen Fahrzeugen.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Drei Business Cases, um die Effizienz von Wasserstoff zu beweisen<\/strong><br \/>\nDie Ergebnisse der auf dem Thementag Smart Energy vorgestellten drei Business Cases f\u00fcr Wasserstoff als Energietr\u00e4ger zeigen, dass es umsetzbare Gesch\u00e4ftsmodelle mit betr\u00e4chtlichen Gewinnspannen gibt, gerade durch eine Kombination der Anwendungen. MPreis m\u00f6chte sich auch auf dem Markt der Regelenergie positionieren. \u201eWir wollen sekund\u00e4re Dienstleistungen anbieten. Dies bedeutet, dass der Elektrolyseur dem Netzbetreiber zur Verf\u00fcgung gestellt wird, um gegebenenfalls den vor\u00fcbergehend im Netz verf\u00fcgbaren Energie\u00fcberschuss zu absorbieren. Dadurch soll die Netzstabilit\u00e4t sichergestellt und eine Frequenz und Spannung aufrechterhalten werden, die den vorgesehenen Bereichswerten entspricht\u201c, erl\u00e4utert Ewald Perw\u00f6g.<\/p>\n<p>In Zahlen w\u00fcrde die Ersetzung von Diesel durch Wasserstoff f\u00fcr MPreis 1,2 Millionen Euro und eine Energieersparnis in der Gr\u00f6ssenordnung von 36\u00a0% j\u00e4hrlich einbringen. Das Unternehmen plant, demn\u00e4chst ein Kleinwasserkraftwerk als Stromversorgungsquelle der Elektrolyseanlage einzubeziehen. Von den rund 970 Kleinwasserkraftwerken Tirols befinden sich die meisten in Gemeindebesitz. \u201eMit der Elektrolyse w\u00fcrden diese Gemeinden eine Wasserstofferzeugung sicherstellen, die es ihren B\u00fcrgern oder den Fahrzeugen der Gemeinde erm\u00f6glichen w\u00fcrde, mit einer lokalen, CO<sub>2<\/sub>-emissionsfreien Energie zu fahren\u201c, erkl\u00e4rt Ewald Perw\u00f6g abschliessend. Die Walliser Gemeinden befinden sich in einer \u00e4hnlichen Situation. Dieses Konzept erscheint zwar vielen derzeit noch als Zukunftsmusik, doch es w\u00e4re \u00fcberhaupt nicht \u00fcberraschend, wenn ein solches Projekt in unserer Region in naher Zukunft ins Leben gerufen w\u00fcrde\u00a0&#8230;\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende August fand in der Aula Fran\u00e7ois-Xavier Bagnoud in Sitten die 7. Ausgabe des Nationalen Thementags Smart Energy statt. Zu diesem Anlass gab Ewald Perw\u00f6g, Energie- und Umweltbeauftragter bei MPreis \u2013 eine der gr\u00f6ssten Einzelhandelsketten \u00d6sterreichs \u2013 den 180 Teilnehmern eine Einf\u00fchrung in das Projekt DEMO4Grid. 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