{"id":52881,"date":"2026-09-03T07:30:00","date_gmt":"2026-09-03T05:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/theark.ch\/news\/event-smart-energy-le-pilotage-des-reseaux-un-essentiel-pour-le-domaine-de-lenergie\/"},"modified":"2026-09-07T10:35:20","modified_gmt":"2026-09-07T08:35:20","slug":"event-smart-energy-le-pilotage-des-reseaux-un-essentiel-pour-le-domaine-de-lenergie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/event-smart-energy-le-pilotage-des-reseaux-un-essentiel-pour-le-domaine-de-lenergie\/","title":{"rendered":"event smart energy: die steuerung der netze \u2013 ein zentraler faktor f\u00fcr den energiesektor"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>wie lassen sich stromnetze so steuern, dass sie robuster, zuverl\u00e4ssiger und besser interpretierbar werden? diese zentrale frage stand im mittelpunkt der 16. ausgabe des\u00a0event smart energy, die am 27. und 28. august auf dem campus energypolis in sion stattfand. rund zehn fachleute aus dem energiesektor teilten ihre erfahrungen. k\u00fcnstliche intelligenz (ki) stand dabei selbstverst\u00e4ndlich im zentrum der diskussionen, denn sie entwickelt sich zu einem unverzichtbaren instrument f\u00fcr die steuerung von energieerzeugung und -verbrauch. unter anderem soll sie dazu beitragen, die daten von tausenden kleinen energieerzeugungsanlagen in der ganzen schweiz zusammenzuf\u00fchren.<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">epfl-professor christophe ballif er\u00f6ffnete den event smart energy mit einer keynote, in der er einen ausgesprochen optimistischen blick auf die weltweite energiewende warf. in der schweiz stellt er einen r\u00fcckgang bei der installation von solaranlagen fest, der mit den aktuellen unsicherheiten rund um die r\u00fcckliefertarife f\u00fcr strom zusammenh\u00e4ngt. \u00abwir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass wir dies tun, um die welt zu retten, und nicht, um gewinn zu erzielen\u00bb, betonte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">gleichzeitig verwies er auf konkrete technische herausforderungen, insbesondere im zusammenhang mit dem hohen anteil an solarenergie im netz. \u00abes besteht ein echtes risiko einer \u00fcberproduktion zur mittagszeit, hinzu kommen herausforderungen im bereich der cybersicherheit. das technische risiko steigt, wenn wir diese produktion nicht richtig steuern k\u00f6nnen.\u00bb eine bessere koordination zwischen den akteuren des stromnetzes wird damit unerl\u00e4sslich. \u00abin der schweiz gibt es rund 600 verteilnetzbetreiber, was die koordination sehr komplex macht.\u00bb f\u00fcr ihn geh\u00f6rt die zukunft einem flexibleren system, das in der lage ist, produktions\u00fcbersch\u00fcsse aufzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">am freitagmorgen zeigte katrin j. yuan auf, dass k\u00fcnstliche intelligenz und energie in einer ambivalenten beziehung zueinander stehen. ki kann den weltweiten stromverbrauch sowohl erh\u00f6hen als auch dazu beitragen, ihn zu senken. \u00abes geht nicht um ki gegen energie. ki ist ein verst\u00e4rker \u2013 des problems oder der l\u00f6sung, je nachdem, wie wir sie steuern\u00bb, fasste sie zusammen. gleichzeitig betonte sie, dass sich die energiezukunft nicht auf technologischer ebene entscheiden werde, sondern vielmehr durch governance, transparenz und internationale zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>wer steuert cloudbasierte systeme wirklich?<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">marc sommer, leiter der unit energy bei softcom, machte die verteilnetzbetreiber auf einen oft \u00fcbersehenen aspekt aufmerksam: mit der zunehmenden zahl dezentraler anlagen \u2013 photovoltaik, batterien, ladestationen und w\u00e4rmepumpen \u2013 steigt auch die zahl der anwendungen und cloud-l\u00f6sungen, mit denen diese anlagen ohne zustimmung der netzbetreiber aus der ferne gesteuert werden k\u00f6nnen. die vielfalt der anbieter ist dabei m\u00f6glicherweise nur scheinbar gegeben. \u00abhundert anbieter bedeuten nicht hundert voneinander unabh\u00e4ngige ausfallrisiken, wenn ihre steuerbefehle letztlich \u00fcber dieselben drei oder vier portale laufen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">im weiteren verlauf des vormittags erhielten die teilnehmenden einen einblick in den alltag von\u00a0nant de drance, einer der bedeutendsten anlagen der schweiz f\u00fcr die flexibilisierung des stromnetzes. das pumpspeicherkraftwerk funktioniert wie eine riesige batterie mit einer speicherkapazit\u00e4t von 20 gwh und kann mit einer einzigen f\u00fcllung mehr als 4\u2019000 haushalte mit strom versorgen. im jahr 2025 erreichte das genutzte volumen 1 twh. der schwerpunkt des betriebs liegt zwischen april und oktober, wenn die solarstromproduktion am h\u00f6chsten ist. dies f\u00fchrt zu t\u00e4glichen zyklen mit turbinierung am morgen und abend sowie pumpbetrieb w\u00e4hrend des tages. \u00abeine der gr\u00f6ssten herausforderungen f\u00fcr nant de drance ist die verf\u00fcgbarkeit der anlage\u00bb, erkl\u00e4rt direktor jeremy urech. anders als bei einer klassischen anlage bedeutet jede verpasste gelegenheit einen direkten nettoverlust, der sp\u00e4ter nicht mehr ausgeglichen werden kann \u2013 eine bedeutende herausforderung angesichts j\u00e4hrlicher kosten von rund 91 millionen franken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">franziska megert von\u00a0enalpin\u00a0und karl werlen von\u00a0misurio\u00a0pr\u00e4sentierten anschliessend die konkrete umsetzung einer \u00abflexfabrik\u00bb. dabei handelt es sich um einen grossen batteriespeicher am eingang des saastals, der dem netzbetreiber zus\u00e4tzliche flexibilit\u00e4t bietet. bei der umsetzung konnte das projekt auf das know-how des walliser kmu misurio z\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>die entscheidende bedeutung von daten<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">w\u00e4hrend der podiumsdiskussion am ende des vormittags, moderiert vom journalisten jonas schneiter, diskutierten vier experten \u00fcber den wandel bei der steuerung des stromnetzes, die heute im sekundentakt statt im wochenrhythmus erfolgen muss. fran\u00e7ois mar\u00e9chal (prof. epfl valais) hob die wachsende zahl kleiner produzenten und verbraucher hervor, darunter elektrofahrzeuge und geb\u00e4ude, die auf quartierebene k\u00fcnftig wie batterien genutzt werden k\u00f6nnten. ben gemsj\u00e4ger (<a href=\"https:\/\/www.siemens.com\/de-ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">siemens<\/a>) verwies auf konkrete beispiele aus europa, insbesondere auf deutschland, wo kleine anlagen bereits seit 2024 integriert werden. gleichzeitig wies er auf den mangel an geeigneter software hin, etwa an scada-systemen der neuen generation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">beno\u00eet martinet (<a href=\"https:\/\/fmv.ch\/de\/startseite\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fmv<\/a>) erinnerte daran, dass grosse wasserkraftanlagen wie nant de drance weiterhin unverzichtbar sind, um die stabilit\u00e4t des stromnetzes zu gew\u00e4hrleisten und dezentrale l\u00f6sungen zu erg\u00e4nzen. nicolas varone (<a href=\"https:\/\/oiken.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">oiken<\/a>) pr\u00e4sentierte seinerseits die konkreten fortschritte seines unternehmens, das \u00fcber ein virtuelles kraftwerk bereits 4 megawatt flexibilit\u00e4t steuert. bis ende des jahres soll dieser wert auf 19 megawatt steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">die vier referenten waren sich \u00fcber die entscheidende bedeutung von daten einig. insbesondere die erneuerung der stromz\u00e4hler soll eine pr\u00e4zisere steuerung des netzes in echtzeit erm\u00f6glichen. gleichzeitig betonten alle, dass die endverbraucherinnen und endverbraucher weiterhin im zentrum der entscheidungen stehen m\u00fcssen und einfache, verst\u00e4ndliche l\u00f6sungen \u2013 insbesondere durch klare tarife \u2013 entscheidend sein werden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>17. ausgabe bereits angek\u00fcndigt<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">rund 180 personen nahmen an der 16. ausgabe des event smart energy teil. organisiert wurde die veranstaltung von der&nbsp;<a href=\"https:\/\/theark.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">stiftung the ark<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.cleantech-alps.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">cleantechalps<\/a>&nbsp;mit unterst\u00fctzung von fmv, epfl valais, siemens, oiken und der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hevs.ch\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hes-so valais-wallis<\/a>. die 17. ausgabe ist bereits f\u00fcr den 26. und 27. august angek\u00fcndigt. das programm wird anfang n\u00e4chsten jahres bekannt gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><a href=\"https:\/\/flic.kr\/s\/aHBqjD3E9U\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">fotos<\/a> <\/strong>von der veranstaltung<br><br><strong>weitere informationen<\/strong>\u2009: <a href=\"http:\/\/www.eventsmartenergy.ch\" data-type=\"link\" data-id=\"http:\/\/www.eventsmartenergy.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.eventsmartenergy.ch<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>wie lassen sich stromnetze so steuern, dass sie robuster, zuverl\u00e4ssiger und besser interpretierbar werden? diese zentrale frage stand im mittelpunkt der 16. ausgabe des\u00a0event smart energy, die am 27. und 28. august auf dem campus energypolis in sion 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