{"id":5632,"date":"2019-02-26T15:22:00","date_gmt":"2019-02-26T14:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/en-tant-quentrepreneure-je-me-laisse-guider-par-mes-envies-et-mon-instinct-9263\/"},"modified":"2024-09-17T18:13:54","modified_gmt":"2024-09-17T16:13:54","slug":"als-unternehmerin-lasse-ich-mich-von-meiner-begeisterung-und-meinen-instinkten-leiten-9263","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/als-unternehmerin-lasse-ich-mich-von-meiner-begeisterung-und-meinen-instinkten-leiten-9263\/","title":{"rendered":"\u00abAls Unternehmerin lasse ich mich von meiner Begeisterung und meinen Instinkten leiten\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aufgestellt, selbstbewusst, unternehmensfreudig: Das ist der erste Eindruck, den St\u00e9phanie Ferreira hinterl\u00e4sst. Sie ist Mitgr\u00fcnderin des Sittener Startups <a href=\"https:\/\/nivitec.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nivitec<\/a>, das zuletzt eine Drohne f\u00fcr die Ortung von Lawinenopfern entwickelt hat. Im Vorfeld des internationalen Frauentags haben wir uns mit der jungen Unternehmerin unterhalten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>St\u00e9phanie Ferreira, welchen Ausbildungsweg haben Sie eingeschlagen?<\/strong><br \/>\nMit 25 Jahren habe ich die Matura mit Schwerpunkt Wirtschaft und Recht am <a href=\"https:\/\/www.creusets.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kollegium des Creusets<\/a> in Sitten abgeschlossen. Es folgte ein Studium an der <a href=\"https:\/\/www.unil.ch\/hec\/fr\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HEC Lausanne<\/a>. Weil es mir nicht zusagte, habe ich es aber nach einem Jahr wieder abgebrochen. Das war mein erster Misserfolg. Ich nahm eine Auszeit, arbeitete ein Jahr lang im Gesch\u00e4ft meiner Eltern und fasste schliesslich eine Ausbildung im Tourismusbereich ins Auge. Nach einem Praktikumsjahr war der Ruf der Wirtschaft aber schliesslich doch zu stark. Ich absolvierte einen Bachelor in Betriebswirtschaft an der <a href=\"https:\/\/www.hevs.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HES-SO Valais\/ Wallis<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p>\n<strong>Und wie ist die Idee f\u00fcr ein eigenes Unternehmen entstanden?<\/strong><br \/>\nDie Gr\u00fcndung des Startups Nivitec kam im letzten Jahr meines Bachelors w\u00e4hrend des Programms <a href=\"https:\/\/www.hevs.ch\/de\/afe-institute\/institut-unternehmertum-management\/projets\/business-experience-bex-5818\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Business eXperience<\/a> ins Rollen. Es steht offen f\u00fcr die verschiedensten Branchen, darunter auch Ingenieure. Dadurch habe ich Vincent Bontempelli und Jonathan Michel, die beiden Mitgr\u00fcnder unseres Startups, kennengelernt.<\/p>\n<p>\n<strong>Was gef\u00e4llt Ihnen an der Rolle einer Unternehmerin?<\/strong><br \/>\nIch kann etwas machen, das ich selbst gew\u00e4hlt habe und das mir gef\u00e4llt. Dank dem Unternehmertum habe ich die Freiheit, meine eigenen Entscheidungen zu treffen und dabei Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Meine Gesch\u00e4ftspartner und ich sind unsere eigenen Chefs. Mit unseren H\u00e4nden k\u00f6nnen wir etwas mit Mehrwert schaffen.<\/p>\n<p>\n<strong>Welche Erfahrungen haben Sie seit der Gr\u00fcndung von Nivitec als Frau gesammelt? Wo sehen sie die gr\u00f6ssten Herausforderungen?<\/strong><br \/>\nDie Wirtschaftsbranche und besonders das Ingenieurwesen sind stark von M\u00e4nnern gepr\u00e4gt. Als Frau habe ich dennoch das Gef\u00fchl, akzeptiert zu werden. Meine m\u00e4nnlichen Kollegen sind sich auch bewusst, dass ich Kompetenzen habe, die ihnen fehlen. Auf der anderen Seite werden etwa technische Fragen haupts\u00e4chlich an meine m\u00e4nnlichen Kollegen gerichtet. Aber all das bleibt \u00fcberschaubar, w\u00e4hrend meiner noch kurzen Zeit mit Nivitec habe ich mich bislang nie diskriminiert gef\u00fchlt.\u00a0<\/p>\n<p>\n<strong>Wie hat Ihr Umfeld auf Ihre unternehmerische T\u00e4tigkeit reagiert?<\/strong><br \/>\nZu Beginn gab es Leute, die unser Vorhaben bel\u00e4chelt haben und zuerst konkrete Resultate abwarten wollten. Seit den ersten Erfolgen und der Berichterstattung \u00fcber unsere Drohne, die f\u00fcr die Suche von Lawinenopfern eingesetzt wird, nehmen sie unsere T\u00e4tigkeit nun aber als seri\u00f6se Arbeit wahr. Sie haben den Wert meines t\u00e4glichen Einsatzes erkannt.<\/p>\n<p>\n<strong>Wenn Sie k\u00f6nnten, w\u00fcrden Sie etwas an Ihrer derzeitigen beruflichen Situation \u00e4ndern?<\/strong><br \/>\nAuf keinen Fall. Die Gr\u00fcndung eines Startups war, egal wie es kommt, eine Erfahrung f\u00fcr sich. Es war etwas, das uns im Pers\u00f6nlichen und im Beruflichen wachsen liess. Sicher gibt es w\u00e4hrend des Projekts auch immer wieder Momente des Zweifels. Aber das sind pers\u00f6nliche Unsicherheiten, wie man sie auch sonst im Leben jederzeit haben kann.<\/p>\n<p>\n<strong>Was ist Ihre Botschaft f\u00fcr die junge Generation von Unternehmerinnen und Unternehmern?<\/strong><br \/>\nDas Wichtigste ist wohl, das zu tut, was einem begeistert. Als Unternehmerin lasse ich mit von meiner Begeisterung und meinem Instinkt leiten. Es braucht Vertrauen in das, woran man glaubt. M\u00f6gliche Misserfolge k\u00f6nnen Erfahrungen sein, die einem vorw\u00e4rtsbringen. Auch der Glaube in sich selbst und das n\u00f6tige Vertrauen in das eigene Umfeld sind wichtige Voraussetzungen.<\/p>\n<p>\n<strong>Wie haben Sie von der Unterst\u00fctzung durch die Stiftung The Ark profitiert?<\/strong><br \/>\nDank The Ark haben wir Zugang zu einem sehr vielf\u00e4ltigen Netzwerk erhalten. Wir konnten zahlreiche Menschen aus demselben T\u00e4tigkeitsfeld kennenlernen. Die F\u00f6rderung durch The Ark war zudem sehr wertvoll bei der Umsetzung unserer Projektidee. Sie hat uns eine Sicht von aussen erm\u00f6glicht und wichtige Denkanst\u00f6sse f\u00fcr die Gr\u00fcndung von Nivitec gegeben.<\/p>\n<p>\n<strong>Weitere Informationen<\/strong>: <a href=\"https:\/\/nivitec.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.nivitec.ch<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgestellt, selbstbewusst, unternehmensfreudig: Das ist der erste Eindruck, den St\u00e9phanie Ferreira hinterl\u00e4sst. Sie ist Mitgr\u00fcnderin des Sittener Startups Nivitec, das zuletzt eine Drohne f\u00fcr die Ortung von Lawinenopfern entwickelt hat. Im Vorfeld des internationalen Frauentags haben wir uns mit der jungen Unternehmerin unterhalten. St\u00e9phanie Ferreira, welchen Ausbildungsweg haben Sie eingeschlagen? 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