{"id":8829,"date":"2024-06-17T15:43:00","date_gmt":"2024-06-17T13:43:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/bientot-la-fin-des-experimentations-animales-grace-a-la-start-up-curio-biotech-11372\/"},"modified":"2025-05-19T16:52:33","modified_gmt":"2025-05-19T14:52:33","slug":"visper-start-up-macht-tierversuche-ueberfluessig-11372","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/visper-start-up-macht-tierversuche-ueberfluessig-11372\/","title":{"rendered":"Visper Start-up macht Tierversuche \u00fcberfl\u00fcssig"},"content":{"rendered":"<p>Das Jungunternehmen <a href=\"http:\/\/curiobiotech.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Curio Biotech<\/a> nutzt menschliches Gewebe, um Kosmetika und Medikamente zu testen. Dank seiner innovativen Arbeitsweise hilft das Unternehmen mit, die Zahl der Tierversuche zu reduzieren. Firmengr\u00fcnder Chennakesava Cuddapah sieht grosses Potenzial im Gesch\u00e4ftsfeld von Curio Biotech. Im Gespr\u00e4ch erm\u00f6glicht er einen Einblick hinter die Kulissen und erkl\u00e4rt, wie sich sein Unternehmen seit dem Start im Jahr 2017 entwickelt hat.<\/p>\n<p>\n\u00abNeugier\u00bb, ist Chennakesava Cuddapah Antwort auf die Frage, wof\u00fcr der Name seines Start-ups Curio Biotech steht (vom engl. \u00abcurious\u00bb abgeleitet). Zum Zeitpunkt der Firmengr\u00fcndung und dem Schritt in die Selbst\u00e4ndigkeit sei er gespannt darauf gewesen, wie es mit seinem Leben weitergeht und was auf ihn zukommt, sagt der geb\u00fcrtige Inder mit einem Lachen. Der Name passt laut Cuddapah grunds\u00e4tzlich sehr gut zur Firma: \u00abWer bei uns arbeitet, muss neugierig sein auf die Wissenschaft und Freude daran haben, eigene L\u00f6sungen zu entwickeln.\u00bb Diese Mission verfolgt das Unternehmen seit seiner Gr\u00fcndung im Jahr 2017. Seither ist es im BioArk Visp untergebracht und erbringt Dienstleistungen f\u00fcr Pharmafirmen oder andere Branchen wie Kosmetik- oder Nutraceutical-Produzenten.\u00a0<\/p>\n<p>\n<strong>Tests an menschlichen Geweben und Zellen<\/strong><\/p>\n<p>Die Kernkompetenz des Jungunternehmens liegt im Bereich In-Vitro-Studien. Daf\u00fcr setzt Curio Biotech auf menschliche Zellen: \u00abWir nutzen entsorgte Gewebe, isolieren die Zellen und f\u00fchren biologische Arbeiten durch, um zu testen, wie ein Produkt wirkt.\u00bb Die vom Unternehmen f\u00fcr seine Tests genutzten Prim\u00e4rzellen stammen beispielsweise von Hautgewebe, das nach Operationen bei Bauchstraffungen oder Brustverkleinerungen zur Verf\u00fcgung steht. \u00abDie Zellen wachsen nur f\u00fcr ein paar Experimente, dann sterben sie ab. Wir f\u00fchren Tests durch und stellen die Ergebnisse den Kunden in einem Bericht zur Verf\u00fcgung\u00bb, erkl\u00e4rt Cuddapah das \u00fcbliche Vorgehen. So kann die Wirkung von Sonnencreme auf Hautkulturen getestet werden, um ein konkretes Beispiel zu nennen.\u00a0<\/p>\n<p>Grundlage f\u00fcr die Arbeit von Curio Biotech ist also Gewebe, das herk\u00f6mmlicherweise einfach entsorgt w\u00fcrde. Obwohl zur Gen\u00fcge vorhanden, kann es laut Cuddapah herausfordern sein, in der Schweiz entsorgte Gewebe zu erhalten. Ein positiver Nebeneffekt der Arbeit des Unternehmens ist demgegen\u00fcber der Fakt, dass sie Tierversuche \u00fcberfl\u00fcssig macht. \u00abWir verwenden keine Tiere f\u00fcr unsere Experimente, da die Tests an menschlichen Geweben die f\u00fcr unseren K\u00f6rper relevantesten Informationen liefern.\u00bb Das gelte insbesondere f\u00fcr den Kosmetikbereich, wo inzwischen Tierversuche weitestgehend untersagt sind. Aber auch in der Pharmaindustrie wird zunehmend auf Versuche mit Tieren verzichtet. M\u00f6glich macht das die Arbeit von innovativen Unternehmen wie Curio Biotech.\u00a0<\/p>\n<p>\n<strong>Coronakrise als Spielverderber<\/strong><\/p>\n<p>Das Wallis ist f\u00fcr das Start-up ein idealer Standort, vor allem weil das <a href=\"https:\/\/bioark.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BioArk<\/a>-Gel\u00e4nde in unmittelbarer N\u00e4he zum Visper Bahnhof liegt und gut erreichbar ist. \u00dcberdies sei die Unterst\u00fctzung der <a href=\"http:\/\/theark.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stiftung The Ark<\/a>, wie der Firmengr\u00fcnder betont, sehr gut \u2013 man profitiere vom Know-how der Innovationsf\u00f6rderung im Kanton und sch\u00e4tze die N\u00e4he zu anderen Unternehmen verschiedener Branchen. Es besteht \u00fcberdies eine pers\u00f6nliche Verbindung des Firmengr\u00fcnders zum Alpenkanton. \u00abIch wollte dem Wallis auch etwas zur\u00fcckgeben, da meine Frau aus dem Kanton stammt\u00bb, erkl\u00e4rt er. Die beiden leben aktuell gemeinsam mit ihren zwei Kindern in der N\u00e4he von Bern.\u00a0<\/p>\n<p>\nCudappah pendelt praktisch t\u00e4glich von Bern in Richtung Oberwallis. Inzwischen hat das Unternehmen auch seinen Firmensitz nach Visp verlegt, wo es seit Aufnahme seiner T\u00e4tigkeit seinen Standort hat. Nach der Gr\u00fcndung ist das Gesch\u00e4ft ab 2018 gewachsen. Es folgten H\u00f6hen und Tiefen. \u00abWir haben uns stabilisiert und grosse Kunden gewonnen. Aber dann kam Covid. Unter den Auswirkungen der Krise haben wir zwei Jahre lang stark gelitten\u00bb, beschreibt er die Gr\u00fcnde. Auch durch den Ukraine- sowie Nahostkonflikt hat das Unternehmen Kunden verloren. \u00abAktuell arbeiten wir daran, uns zu erholen und wieder zu wachsen\u00bb, so der Firmengr\u00fcnder.\u00a0<\/p>\n<p>\n<strong>Unternehmen will n\u00e4chsten Schritt machen<\/strong><\/p>\n<p>Curio Biotech besch\u00e4ftigt ein gegenw\u00e4rtig kleines Team und verfolgt das Ziel, den Personalbestand auf zehn Mitarbeitende aufzustocken und einen entsprechend hohen Umsatz zu erwirtschaften. Gleichzeitig soll die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden sichergestellt werden. Daf\u00fcr sieht Cuddapah die Notwendigkeit, k\u00fcnftig mehr Marketing zu betreiben. \u00abEine der gr\u00f6ssten Herausforderungen ist die Sichtbarkeit. Viele wissen nicht, dass wir existieren.\u00bb Die Kundschaft stammt derzeit vor allem aus der Schweiz \u2013 diese ist jedoch allesamt ausserhalb von Visp angesiedelt \u2013 und zudem auch aus Deutschland, Frankreich, D\u00e4nemark, Italien, USA, S\u00fcdkorea, Israel oder Indien.\u00a0<\/p>\n<p>Um k\u00fcnftig weiter wachsen zu k\u00f6nnen, will das Visper Jungunternehmen gleichzeitig seine Dienstleistungspalette ausbauen. \u00abWir wollen unser Portfolio erweitern, vor allem im Pharmabereich\u00bb, deutet Cuddapah die k\u00fcnftige Marschrichtung an. \u00abEin Fokus liegt hierbei bei Autoimmunerkrankungen und Krebs, wo wir die Screening-Technologien weiterentwickeln k\u00f6nnten.\u00bb Um in diesem Bereich weiter Fuss zu fassen, sucht die Firma den Kontakt mit potenziellen Kunden in aller Herren L\u00e4ndern. F\u00fcr Curio Biotech geht es in einem n\u00e4chsten Schritt nun darum, m\u00f6gliche k\u00fcnftige Partner sowie Investoren f\u00fcr die Mission des Unternehmens zu gewinnen und \u00abneugierig\u00bb auf sich zu machen.<\/p>\n<p>\nWeitere Informationen\u2009: <a href=\"https:\/\/curiobiotech.com\u00a0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/curiobiotech.com\u00a0<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jungunternehmen Curio Biotech nutzt menschliches Gewebe, um Kosmetika und Medikamente zu testen. Dank seiner innovativen Arbeitsweise hilft das Unternehmen mit, die Zahl der Tierversuche zu reduzieren. Firmengr\u00fcnder Chennakesava Cuddapah sieht grosses Potenzial im Gesch\u00e4ftsfeld von Curio Biotech. 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