{"id":9890,"date":"2014-09-08T15:16:00","date_gmt":"2014-09-08T13:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/louverture-totale-du-marche-electrique-vraiment-au-benefice-des-consommateurs-6128\/"},"modified":"2024-09-17T18:21:33","modified_gmt":"2024-09-17T16:21:33","slug":"komplette-strommarktoeffnung-wirklich-im-sinne-des-verbrauchers-6128","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/komplette-strommarktoeffnung-wirklich-im-sinne-des-verbrauchers-6128\/","title":{"rendered":"Komplette Strommarkt\u00f6ffnung \u2013 wirklich im Sinne des Verbrauchers?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die komplette \u00d6ffnung des Strommarkts ist eines der aktuellen politischen Themen. Bei einer anl\u00e4sslich des <a href=\"http:\/\/www.booking-corner.com\/portalCimArk\/cmsscripts\/default.aspx?lang=en&#038;num=2227\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">4. Nationalen Thementags Smart Energy<\/a> in Sitten organisierten Diskussionsrunde hoben die Teilnehmer hervor, dass die \u00d6ffnung es erm\u00f6glichen w\u00fcrde, gewisse Punkte zu kl\u00e4ren, ohne dabei den Endverbrauchern wirklich zu nutzen. Die Idee einer Abgabe auf nicht erneuerbare Energien wurde ebenfalls angesprochen.<\/strong><\/p>\n<p>Um das Ziel der v\u00f6lligen Liberalisierung des Strommarkts zu erreichen, m\u00fcssen noch zahlreiche H\u00fcrden \u00fcberwunden werden, bemerkte Nationalrat Yannick Buttet (CVP) in der Einleitung. \u201eWir befinden uns ganz am Anfang des Prozesses, und es m\u00fcssen noch viele rechtliche und politische Aspekte geregelt werden.\u201c<\/p>\n<p>Seiner Meinung nach w\u00e4re es jedoch nicht angemessen, aus der schweizerischen Kernenergie auszusteigen und deutsche Kohlekraft oder franz\u00f6sische Kernenergie zu importieren. \u201eDie Politik will eine saubere Stromerzeugung erreichen. Doch es wird noch Jahrzehnte dauern, um kein CO<sub>2<\/sub> mehr zu erzeugen und nicht mehr von der Kernkraft abh\u00e4ngig zu sein.\u201c Die von Yannick Buttet vorgebrachte Idee besteht eher darin, nicht umweltfreundliche Energie zu besteuern, ob sie nun importiert oder in der Schweiz erzeugt wird. \u201eDieses System w\u00fcrde es erm\u00f6glichen, die zuk\u00fcnftige Stromerzeugung auf die erneuerbaren Energien auszurichten.\u201c<\/p>\n<p>Nationalrat Roger Nordmann\u00a0(SP) bezeichnete das gegenw\u00e4rtige System als \u201enicht schlecht\u201c. Eine Abgabe auf nicht umweltfreundlichen Strom w\u00e4re eine gute Idee. Man m\u00fcsse jedoch vermeiden, dass diese \u00fcber den Kauf von Zertifikaten umgangen werden k\u00f6nne. \u201eZiel ist es, dass die Preise steigen, um die sauberen schweizerischen Energien zu sch\u00fctzen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr eine Kl\u00e4rung der Spielregeln<\/strong><br \/>\nPaul Michellod, Generaldirektor von <a href=\"http:\/\/www.fmv.ch\/page.php?id_page=486&#038;l=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FMV<\/a>, wies seinerseits darauf hin, dass sein Unternehmen bereits den Regeln des Marktes unterliegen w\u00fcrde. \u201eJedoch w\u00fcrde eine klare Entscheidung der politischen Instanzen zur Markt\u00f6ffnung es erm\u00f6glichen, \u00fcber angemessene Spielregeln zu verf\u00fcgen.\u201c Er erinnerte ebenfalls daran, dass einige Energieversorgungsunternehmen noch sichere Kunden h\u00e4tten, was bei den Energieerzeugern nicht der Fall sei.<\/p>\n<p>Jean-Albert Ferrez, Generaldirektor des Energieversorgers <a href=\"http:\/\/www.esr.ch\/fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Energies Sion R\u00e9gion<\/a>, stellte klar, dass das gegenw\u00e4rtige Modell die Energieversorger sch\u00fctzt, aber dass diese bereits in liberalisierten Bereichen wie dem Multimediasektor t\u00e4tig seien. \u201eDie lokalen Energieversorger haben sich daher bereits an diese Situation gew\u00f6hnt. Wir sind bereit, uns auf den offenen Strommarkt einzustellen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die Liberalisierung l\u00f6st nicht alle Probleme<\/strong><br \/>\nEine Liberalisierung des Marktes kann jedoch zu sehr geringen Vorteilen f\u00fcr die Endverbraucher f\u00fchren. \u201eWenn man die Leute glauben l\u00e4sst, dass die Markt\u00f6ffnung alle Probleme l\u00f6sen wird, macht man ihnen etwas vor&#8220;, so Jean-Albert Ferrez.<\/p>\n<p>Marc Vogel von Swissgrid pflichtete dem voll und ganz bei, denn seiner Ansicht nach sind nur 30\u00a0% des Strompreises vom Markt beeinflussbar, der Rest seien feste Steuern und Abgaben. Zudem sei die Schweiz in diesem Bereich vom Ausland abh\u00e4ngig. \u201eEs gibt unz\u00e4hlige Verkn\u00fcpfungen in Europa. Die Schweiz wird von europ\u00e4ischen Elektrizit\u00e4tsfl\u00fcssen durchzogen, die man optimal steuern muss.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die komplette \u00d6ffnung des Strommarkts ist eines der aktuellen politischen Themen. Bei einer anl\u00e4sslich des 4. Nationalen Thementags Smart Energy in Sitten organisierten Diskussionsrunde hoben die Teilnehmer hervor, dass die \u00d6ffnung es erm\u00f6glichen w\u00fcrde, gewisse Punkte zu kl\u00e4ren, ohne dabei den Endverbrauchern wirklich zu nutzen. 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