{"id":9904,"date":"2014-09-08T15:22:00","date_gmt":"2014-09-08T13:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/quels-defis-pour-la-suisse-ce-futur-importateur-denergie-6129\/"},"modified":"2024-09-17T18:21:34","modified_gmt":"2024-09-17T16:21:34","slug":"welche-herausforderungen-erwarten-die-schweiz-als-kuenftigen-energieimporteur-6129","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/welche-herausforderungen-erwarten-die-schweiz-als-kuenftigen-energieimporteur-6129\/","title":{"rendered":"Welche Herausforderungen erwarten die Schweiz als k\u00fcnftigen Energieimporteur?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Ausstieg aus der Kernenergie wird die Schweiz dazu zwingen, mehr Energie zu importieren, um die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Dieser Sachverhalt hat konkrete Auswirkungen und wirft zum heutigen Zeitpunkt zahlreiche Fragen auf. Dies ist die \u00dcberzeugung von Paul Michellod, Generaldirektor von <a href=\"http:\/\/www.fmv.ch\/fr\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FMV<\/a>, der sich auf dem <a href=\"http:\/\/www.booking-corner.com\/portalCimArk\/cmsscripts\/default.aspx?lang=en&#038;num=2227\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">4. Nationalen Thementag Smart Energy<\/a> in Sitten zu Wort meldete. <\/strong><\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig besteht der schweizerische Energiemix zu 35\u00a0% aus Kernenergie, aus der ein schrittweiser Ausstieg erfolgt. \u201eDie Herausforderung besteht darin, zu versuchen, eine \u00dcbereinstimmung zwischen Erzeugung und Verbrauch aufrechtzuerhalten.\u201c Dies wird vor allem \u00fcber eine Erh\u00f6hung der Importe erfolgen. Die Schweiz, die in der Vergangenheit praktisch autark war, richtet sich nunmehr als Importland aus, so Paul Michellod.<\/p>\n<p>Jedenfalls haben die Nachbarl\u00e4nder der Schweiz ebenfalls ihre eigenen Besonderheiten und Herausforderungen. Deutschland besitzt einen Energiemix aus Kohle, Kernenergie, Gas, und zus\u00e4tzlich den erneuerbaren Energien, die ein starkes Wachstum erleben. \u00d6sterreich verf\u00fcgt \u00fcber einen \u00e4hnlichen Energiemix wie die Schweiz, aber ohne Kernenergie. Frankreich st\u00fctzt sich dagegen im Wesentlichen auf die Kernenergie (ca. 70\u00a0%). Italien wiederum verf\u00fcgt \u00fcber keine Kernenergie, aber viel Kohle und Wasserkraft im Norden. \u201eWie kann man also, unter Ber\u00fccksichtigung dieser Unterschiede, zu einer ausgehandelten Vereinbarung gelangen, die alle Beteiligten zufriedenstellt?\u201c fragt sich Paul Michellod. Wenn man zum Beispiel den Schwerpunkt auf das CO<sub>2<\/sub> legt, w\u00e4ren Frankreich und die Schweiz derzeit beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p><strong>Perspektiven f\u00fcr die Zeit nach dem 9. Februar<\/strong><br \/>\nBevor die Schweiz an die zuk\u00fcnftigen Energieimporte denken kann, hat sie noch eine weitere Herausforderung zu bew\u00e4ltigen. Es handelt sich dabei um die Konsequenzen der Volksabstimmung vom 9. Februar, mit dem Einfrieren der Verhandlungen \u00fcber das EU-Energieabkommen. \u201eWir wissen nicht, welches die Bedingungen f\u00fcr den Zugang zu den europ\u00e4ischen M\u00e4rkten sind.\u201c<\/p>\n<p>Wenn die Schweiz kein Abkommen mit der EU aushandelt, wird sie als Drittland betrachtet, ohne Verpflichtung zur Solidarit\u00e4t seitens der anderen europ\u00e4ischen L\u00e4nder bei Versorgungsproblemen. \u201eDie wirtschaftlichen Bedingungen werden in jedem Fall schwieriger sein, und man wird darauf angewiesen sein, dass sich andere L\u00e4nder dazu bereit erkl\u00e4ren, ihre Energie an die Schweiz zu exportieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die Schweiz, zuk\u00fcnftige Regulierungsmacht mit \u00d6sterreich<\/strong><br \/>\nEine der Ideen, die sich f\u00fcr die Zukunft der Schweiz im Energiebereich abzeichnen, besteht darin, einen gemeinsamen Pool mit \u00d6sterreich zu bilden, mit der Perspektive, dank der Pumpspeicheranlagen eine Regulierungsmacht zwischen Nord- und S\u00fcdeuropa zu bilden. Die Schweiz kann in diesem Bereich eine wichtige Rolle \u00fcbernehmen, und sie muss diese Chance ergreifen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausstieg aus der Kernenergie wird die Schweiz dazu zwingen, mehr Energie zu importieren, um die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Dieser Sachverhalt hat konkrete Auswirkungen und wirft zum heutigen Zeitpunkt zahlreiche Fragen auf. Dies ist die \u00dcberzeugung von Paul Michellod, Generaldirektor von FMV, der sich auf dem 4. 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