{"id":9917,"date":"2014-09-08T15:26:00","date_gmt":"2014-09-08T13:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/realites-et-controverses-du-monde-actuel-de-lenergie-6130\/"},"modified":"2024-09-17T18:21:34","modified_gmt":"2024-09-17T16:21:34","slug":"realitaeten-und-kontroversen-der-heutigen-energiewelt-6130","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/de\/news\/realitaeten-und-kontroversen-der-heutigen-energiewelt-6130\/","title":{"rendered":"Realit\u00e4ten und Kontroversen der heutigen Energiewelt"},"content":{"rendered":"<p><strong>In der Energiewelt von heute ist nichts einfach. Um diese Komplexit\u00e4t zu veranschaulichen, ging Paul Michellod, Generaldirektor von FMV, anl\u00e4sslich des 4. Nationalen Thementags Smart Energy in Sitten auf einige der Kontroversen und Realit\u00e4ten ein.<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal kann man sich fragen: Was ist wirklich erneuerbar? \u201eIst ein erneuerbares chinesisches Solarpanel tats\u00e4chlich erneuerbar? Ist eine Windkraftanlage, mit ihrer begrenzten Lebensdauer, erneuerbar?\u201c wirft Paul Michellod auf. Eine andere Kontroverse besteht in dem Unterschied, der derzeit zwischen den \u201ealten\u201c erneuerbaren Energien (darunter der Wasserkraft) und den neuen (PV, Windkraft\u00a0\u2026) gemacht wird. Gegenw\u00e4rtig profitieren nur die neuen erneuerbaren Energien von politischen Bem\u00fchungen zu ihrer Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p><strong>Die Speicherung auch auf die lokale Ebene verlagern <\/strong><br \/>\nZudem ist die Speicherung von Strom immer noch schwierig. Das ist eine Tatsache. Wie will man ihn speichern: in zentralisierter Form, vor allem mit Hilfe von Pumpspeicherkraftwerken, oder in dezentralisierter Form, mit Hilfe von Batterien, die \u00fcber das ganze Land verteilt werden?<\/p>\n<p>Paul Michellod geht auf einen L\u00f6sungsansatz ein: Man k\u00f6nnte den Weg \u00fcber die dezentrale Stromerzeugung w\u00e4hlen. \u201eZus\u00e4tzlich zu den Pumpspeicherwerken \u00fcbertr\u00e4gt man die Verantwortung f\u00fcr die Speicherung auch auf lokale Ebene, damit der Verbrauch vor Ort intelligenter geregelt wird.\u201c Der Spitzenverbrauch von 6.30 bis 7.30 Uhr bleibt bestehen. \u201eIhr Rasierapparat k\u00f6nnte um 6.45 Uhr aus einem lokalen Speicher versorgt werden, der w\u00e4hrend der Nacht aus der Windkraftanlage oder am Vortag aus der Solaranlage gespeist wird.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Im Endeffekt wird das Gleichgewicht \u00fcber Schichten hergestellt, wobei der fehlende Saldo jeder Ebene \u2013 lokal, regional, national und international \u2013 von der jeweils h\u00f6heren Ebene \u00fcbernommen wird. Die neuen Technologien m\u00fcssen unterst\u00fctzt werden, aber nicht das daraus gewonnene Produkt. Nach Ansicht von Paul Michellod sollte man die Forschung subventionieren, und nicht das Endprodukt.<\/p>\n<p><strong>Zahlreiche Fragen &#8230; und ebenso viele m\u00f6gliche Optionen<\/strong><br \/>\nAndere aktuelle Kontroversen drehen sich auch um den Energietransport. Soll man unterirdischen Leitungen oder Freileitungen den Vorzug geben? Oder anders ausgedr\u00fcckt: Soll die Raumplanung oder die Versorgungssicherheit Priorit\u00e4t erhalten?<\/p>\n<p>Sollten beim Verbrauch der Marktpreis oder verantwortungsvolle Tarife f\u00fcr den Verbraucher im Vordergrund stehen? Sollen Kunden ihren Energieversorger frei w\u00e4hlen k\u00f6nnen oder an diesen gebunden bleiben? Soll man bestimmte Energieformen subventionieren oder besteuern?<\/p>\n<p>Und schliesslich auf politischer Ebene: Soll man den industriellen Ansatz bevorzugen, der es dem Markt \u00fcberl\u00e4sst, f\u00fcr Ordnung zu sorgen, oder ist ein \u00fcberwachtes Monopol erforderlich? Ist es n\u00f6tig, die Integration in die EU zu beschleunigen, oder sollte man die Autarkie im Energiebereich anstreben? Und wenn wir uns f\u00fcr letztere L\u00f6sung entscheiden: Verf\u00fcgen wir \u00fcber die Mittel, dieses Ziel zu erreichen?<\/p>\n<p><strong>Sich anpassen oder &#8230; verschwinden <\/strong><br \/>\nAnhand dieser einfachen Fragestellung wird eine ganze Reihe von Gleichgewichten in Frage gestellt. Eines ist sicher: es handelt sich um ein komplexes Gebiet, und jeder Eingriff in den einen Sektor hat Auswirkungen auf andere Bereiche.<\/p>\n<p>FMV ist einer von 1\u2019000 unabh\u00e4ngigen Akteuren der Schweizer Strombranche, wie Paul Michellod bemerkt. Die Branche ist offen f\u00fcr den Wandel. \u201eWir m\u00fcssen uns anpassen, sonst werden wir verschwinden.\u201c Man sollte jedoch die physischen Zw\u00e4nge der Stromnetze nicht ausser Acht lassen. Denn diese werden bleiben, egal wie es ansonsten weitergeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Energiewelt von heute ist nichts einfach. Um diese Komplexit\u00e4t zu veranschaulichen, ging Paul Michellod, Generaldirektor von FMV, anl\u00e4sslich des 4. Nationalen Thementags Smart Energy in Sitten auf einige der Kontroversen und Realit\u00e4ten ein. Zun\u00e4chst einmal kann man sich fragen: Was ist wirklich erneuerbar? \u201eIst ein erneuerbares chinesisches Solarpanel tats\u00e4chlich erneuerbar? 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