{"id":6082,"date":"2019-12-13T11:30:00","date_gmt":"2019-12-13T10:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/theark.ch\/siri-hesch-en-chnopf-iner-leitig-9994\/"},"modified":"2019-12-13T11:30:00","modified_gmt":"2019-12-13T09:30:00","slug":"siri-hesch-en-chnopf-iner-leitig-9994","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theark.ch\/fr\/news\/siri-hesch-en-chnopf-iner-leitig-9994\/","title":{"rendered":"\u00abSiri, hesch en Chnopf iner Leitig?\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schweizer Mundart stellt digitale Sprachassistenten vor grosse Probleme. Sie verstehen meist nur Bahnhof. Das Walliser Start-up Recapp schafft nun Abhilfe. SRF hat das junge Unternehmen, dass es dieses Jahr unter die Top 100 der Schweizer Start-ups geschafft hat, unter die Lupe genommen.<\/strong><\/p>\n<p>Siri, Google Assistant, Alexa, Bixby, Cortana \u2013 die Liste der digitalen Sprachassistenten wird immer l\u00e4nger. Vor allem im englischen, aber zunehmend auch im franz\u00f6sischen und im deutschen Sprachraum erfreuen sie sich immer gr\u00f6sserer Beliebtheit. Einzig in der Schweiz werden sie noch kaum benutzt, obwohl sie eines der L\u00e4nder mit der h\u00f6chsten Smarthphone-Dichte ist. Das liegt nicht etwa am Desinteresse der Benutzerinnen und Benutzer an der Technologie. Die Nachfrage nach Gadgets f\u00fcr das k\u00fcnftige \u00abSmart Home\u00bb steigt \u2013 inklusive Sprachsteuerung. Allerdings verstehen die wenigsten Sprachassistenten Schweizer Mundart auch nur ansatzweise.\u00a0<\/p>\n<p>An dieser Stelle setzt der Walliser David Imseng mit seinem Startup \u00ab<a href=\"https:\/\/recapp.ch\/fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Recapp<\/a>\u00bb an. Seit vier Jahren arbeitet er mit seiner Firma an einer Software, die Schweizer Dialekte zuverl\u00e4ssig erkennen und in hochdeutschen Text umsetzen kann. Grunds\u00e4tzlich gebe es keinen grossen Unterschied, ob man einem Computer oder einem Kind eine Sprache beibringen wolle: \u00abGenauso, wie ein Kind Laute und anschliessend W\u00f6rter und S\u00e4tze lernt, die aus diesen Lauten bestehen, muss man diese Elemente auch einem Computer beibringen.\u00bb Auf Englisch gehe das aber viel schneller als auf Schweizerdeutsch, weil es viel mehr Trainingsmaterial gebe.\u00a0<\/p>\n<p>\n<strong>Walliser Pionierarbeit<\/strong><br \/>\nErschwerend hinzu kommt, dass es nicht \u00abdas Schweizerdeutsch\u00bb gibt: Die Dialekte haben keinen Standard. Das heisst, es gibt in der Aussprache, aber auch in der Wortwahl selbst eine enorme Diversit\u00e4t. Manche Dialekte, zum Beispiel das Walliserdeutsche, seien besonders schwer zu verstehen f\u00fcr die Software: \u00abWenn man auf Walliserdeutsch das Wort \u2039Haus\u203a als \u2039H\u00fc\u00fcs\u203a ausspricht, liegt es f\u00fcr einen Computer vielleicht noch nahe, dass dann \u2039Maus\u203a wie \u2039M\u00fc\u00fcs\u203a t\u00f6nt. Aber dass man im Wallis den K\u00fchlschrank \u2039Frigor\u203a nennt \u2013 solche Sachen m\u00fcssen der Software einzeln beigebracht werden\u00bb, sagt David Imseng.<\/p>\n<p>Grosse Player sehen die Nachfrage bei den Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz zwar, doch f\u00fcr den kleinen Markt stellt sich ihnen nach wie vor die Frage nach Aufwand und Ertrag. Anders bei der Swisscom: Die neue Swisscom-Box enth\u00e4lt einen Sprachassistenten, der tats\u00e4chlich Schweizerdeutsch verstehen soll. Vorerst aber nur im Testmodus. Das \u00abSmart Home\u00bb, mit dem man sich in Dialekt unterhalten kann, wird es vorerst noch nicht geben. Dass k\u00f6nnte sich aber bald einmal \u00e4ndern: David Imseng leistet mit seinem Startup jedenfalls Pionierarbeit, auf die andere Anbieter aufbauen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>\n<strong>Quelle\u00a0<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/kultur\/gesellschaft-religion\/digitale-sprachassistenten-siri-werum-verstahsch-mi-nid\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SRF<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schweizer Mundart stellt digitale Sprachassistenten vor grosse Probleme. Sie verstehen meist nur Bahnhof. Das Walliser Start-up Recapp schafft nun Abhilfe. SRF hat das junge Unternehmen, dass es dieses Jahr unter die Top 100 der Schweizer Start-ups geschafft hat, unter die Lupe genommen. 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