l’event smart energy a fêté sa 15e édition fin août à l’aula energypolis de sion. en présence d’environ 150 spécialistes de l’énergie, la conférence a été l’occasion de revenir sur les évolutions du domaine de l’énergie depuis 2011. les orateurs les plus marquants des dernières années sont venus sur scène pour partager leurs constats et vérifier si les promesses de l’époque ont été tenues. la flexibilité et l’innovation sont les clés du développement.
die event smart energy feierte Ende August in der Aula Energypolis in Sitten ihre 15. Ausgabe. In Anwesenheit von rund 150 Energiespezialistinnen und -spezialisten bot die Konferenz Gelegenheit, auf die Entwicklungen im Energiesektor seit 2011 zurückzublicken. Die prägendsten Referierenden der vergangenen Jahre kamen auf die Bühne, um ihre Erkenntnisse zu teilen und zu überprüfen, ob die damaligen Versprechen eingehalten wurden. Flexibilität und Innovation sind die Schlüsselfaktoren der Entwicklung.
rené kerkmeester, global vice president chez capgemini, a ensuite fait un panorama des enjeux pour les réseaux électriques. « si on ne fait pas attention, le réseau sera le goulet d’étranglement de la transition énergétique ». or, les opérateurs font face à un tsunami de changements. ils doivent avant tout investir dans l’innovation et la flexibilité.
Weiterhin grosser Investitionsbedarf
Markus Moor (Emerald Technology Ventures) erinnerte daran, dass die weltweiten Investitionen in die Energiewende inzwischen 2’000 Milliarden Dollar pro Jahr erreichen – nahezu hundertmal mehr als in den Anfangstagen der Klimakonferenzen. Dennoch müsse dieser massive Kapitalfluss nochmals mehr als verdoppelt werden, um mit den Zielen des Pariser Abkommens übereinzustimmen.
Der Vormittag wurde mit einer Podiumsdiskussion fortgesetzt, an der Sylvia Marra (Oiken), Assia Garbinato (Romande Energie), Emanuele Colombo (Swissgrid), Christian Schaffner (ETHZ) und Michael Weinhold (Siemens) teilnahmen. In den Diskussionen zeigte sich, dass die nützlichsten digitalen Innovationen für Stromnetze künstliche Intelligenz – insbesondere zur Optimierung –, Cybersicherheit und Fernsteuerung sind. Die Teilnehmenden betonten die zentrale Rolle der Daten, aber auch die Herausforderungen bei deren Nutzung und bei dynamischen Tarifsystemen. Auch die Frage nach Fachkräften ist kritisch: Digitale Kompetenzen im Energiesektor zu gewinnen und langfristig zu halten, bleibt schwierig.
Strommangel: Die Lage verbessert sich
après la pause de midi, philippe jacquod, professeur à la hes-so valais-wallis, est revenu sur les risques de Nach der Mittagspause sprach Philippe Jacquod, Professor an der HES-SO Valais-Wallis, über die Risiken eines Strommangels in der Schweiz. Im Vergleich zu 2022 entwickle sich die Situation dank der verbesserten Verfügbarkeit französischer Kernenergie in die richtige Richtung. Dennoch sei es laut Philippe Jacquod zwingend notwendig, ein Abkommen mit der EU zu unterzeichnen. Zudem müsse der Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere der Photovoltaik, konsequent weitergeführt werden. «Das ist einer der Schlüssel für ein zuverlässiges, erneuerbares und bezahlbares Stromsystem – anstatt auf finanzielle Gewinne zu setzen, die durch Liberalisierung und andere Deregulierungen versprochen werden.»
Nicolas Musy, Gründer von China Integrated, gab einen Überblick über die Entwicklung Chinas im Energiesektor. Die Kapazitäten des Landes seien beeindruckend. «China kann doppelt so viele Solarpanels und dreimal so viele Batterien produzieren, wie die Welt jährlich nachfragt.» Chinesische Produkte führten zwar zu einer Deindustrialisierung in anderen Ländern, dennoch bleibe es für Schweizer Unternehmen interessant, in China zu investieren oder dort tätig zu sein.
Start-ups haben Mühe, schnell zu wachsen
Eric Plan (CleantechAlps) diskutierte gemeinsam mit Simon Delalay (Imperix), Fabrizio Lo Conte (eSmart) und Florent Cadoux (Roseau Technologies) darüber, weshalb Start-ups im Energiesektor Schwierigkeiten haben, rasch zu wachsen. Die Gründe seien vielfältig und hingen insbesondere mit der Zersplitterung der Akteure, dem erschwerten Marktzugang sowie einem sehr starren regulatorischen Rahmen zusammen.
Der Freitag endete mit einer Präsentation von Espen Mehlum vom World Economic Forum. Er erinnerte daran, dass das Energiesystem zunehmend vernetzt sei und vielfältigen Kräften unterliege: technologischen Innovationen, Geopolitik, Klimaentwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen. Trotz Rekordinvestitionen in erneuerbare Energien bleibe die Energieversorgung weiterhin stark CO₂-intensiv und ungleich zugänglich. Um Fortschritte zu erzielen, brauche es sowohl Ambition als auch Umsetzungsfähigkeit – mit stabilen Regulierungen, modernen Infrastrukturen, besser verteilten Finanzierungen und passenden Kompetenzen.
Schlüssel zur Veränderung von Verhaltensweisen
Die Event Smart Energy hatte bereits am Donnerstagabend mit einer Konferenz des Journalisten und Produzenten Jonas Schneiter begonnen. Er analysierte die Hindernisse, die Verhaltensänderungen zugunsten der Energiewende erschweren. Seiner Ansicht nach bleibt der Klimawandel deshalb so schwer in konkrete Verhaltensänderungen umzusetzen, weil er als fern und abstrakt wahrgenommen wird und unser Gehirn von zahlreichen kognitiven Verzerrungen beeinflusst wird. Information allein genüge deshalb nicht: Um einen echten Wandel herbeizuführen, müsse gleichzeitig auf Bildung, Eigenverantwortung, Motivation und Engagement gesetzt werden.
Der Abend endete mit den Präsentationen der drei Westschweizer Start-ups Solarsplit, WindWorks und Evolium Technologies, die den Smart Energy Start-up Pitch Contest 2024 gewonnen hatten. Sie stellten die Fortschritte vor, die ihre Unternehmen innerhalb eines Jahres im Bereich der Energiewende erzielt haben.
Die nächste Ausgabe der Event Smart Energy ist bereits für den 27. und 28. August 2026 angekündigt.
Rückblick in Bildern auf die Ausgabe 2025