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gesundheit und sport
23. März 2026

Hypoxie: Das Wallis als Referenz für Höhentraining etablieren

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Das Mitte 2023 lancierte Projekt Hypoxie Valais, das gemeinsam von der Stiftung The Ark, SpArk, der Clinique romande de réadaptation (CRR) und Elitment initiiert wurde, hatte zum Ziel, das Training unter Hypoxie zu vereinheitlichen und das Wallis als international anerkanntes Kompetenzzentrum in diesem Bereich zu positionieren. Nach zwei Jahren Entwicklung bestätigen die ersten Resultate das Potenzial dieser Trainingsmethode – sowohl für Spitzensportler als auch für Amateursportler. Das Projekt legt damit die Grundlagen für eine weiterführende Entwicklung der Hypoxie, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Eröffnung des Campus du Pôle santé in Sitten.

Hypoxietraining, das heisst Training unter reduzierter Sauerstoffverfügbarkeit, ermöglicht eine Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit, eine höhere Ermüdungsresistenz und eine schnellere Regeneration nach Verletzungen. «Das Wallis hat in diesem Bereich eine bedeutende Chance. Alle Formen der Höhe sind unmittelbar zugänglich – sei es in der Natur oder in unseren Hypoxiekammern», betont Michaël Duc, Co-Leiter des Projekts.

Vier komplementäre Teilbereiche

Das Projekt Hypoxie Valais, das 2023 gestartet wurde, umfasste drei komplementäre Teilbereiche. Der erste, realisiert in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Walliser Sportverbänden (Radsport, Ski und Leichtathletik), ermöglichte es jungen Sporttalenten, das Training unter Hypoxie zu testen.

Der zweite Teilbereich bestand aus einem Pilotprojekt zu den Vorteilen von exzentrischem Krafttraining unter Hypoxie auf 3000 Metern Höhe. Rund dreissig Amateursportler aus dem Trailrunning absolvierten während vier Wochen ein Athletikprogramm mit zwei Trainingseinheiten pro Woche. Die vor und nach dem Programm durchgeführten physiologischen und neuromuskulären Tests zeigen signifikante Fortschritte. Mehr als 62% der Teilnehmenden stellten eine allgemeine Verbesserung ihrer körperlichen Verfassung fest, was die Relevanz dieses Ansatzes bestätigt.

Der dritte Teilbereich ermöglichte die Einrichtung einer zentralen Datenbank zur Erfassung und Valorisation verschiedener Informationen zu den Sportlern und ihrem Training.

Ein Mehrwert für das Wallis

Dieses von der Stiftung The Ark kofinanzierte Projekt legt den Grundstein für den Aufbau eines echten Ökosystems rund um die Hypoxie – im Zuge der bevorstehenden Eröffnung des Campus du Pôle Santé in unmittelbarer Nähe des Spitals Sitten und der Clinique romande de réadaptation. Auf diesem neuen Campus wird der Technologie-Standort SpArk dank mehrerer hochmodernen Räume vielfältige Möglichkeiten für Training unter Hypoxie bieten.

Dieses Projekt konnte dank der Finanzierung durch die Stiftung The Ark realisiert werden. Ihr Beitrag ging jedoch weit über die reine finanzielle Unterstützung hinaus. «The Ark hat uns ermöglicht, den Ansatz zu strukturieren, Synergien zwischen den verschiedenen Partnern zu schaffen und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Hypoxie zu identifizieren», so Michaël Duc.


Kurz zusammengefasst

Gesamtbetrag des Projekts: CHF 163’100.–
Von der Stiftung The Ark investierter Betrag: CHF 128’900.–
Projektdauer: 24 Monate (September 2023 – September 2025)
Partner: Stiftung The Ark, SpArk, Universität Lausanne, Clinique romande de réadaptation (CRR), verschiedene Walliser Sportverbände, Next Percent und Elitment