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Lonza in Visp: eine der Speerspitzen der Life Sciences in der Schweiz

Der Standort von Lonza in Visp erlebt seit 2017 einen spektakulären Wandel. Mit dem Bau seines Bioparks entwickelt sich das Unternehmen zu einem der weltweit führenden Produktionsstandorte für biologische Arzneimittel. Die Zahl der Beschäftigten hat sich innerhalb weniger Jahre von 2'700 auf über 5'000 verdoppelt. Dieses beeindruckende Wachstum macht Lonza zu einer unverzichtbaren wirtschaftlichen Säule für das Wallis, aber auch zu einer Referenz für den Bereich der Biowissenschaften in der Schweiz und auf internationaler Ebene.

„Es wurden Gebäude errichtet, die so groß wie Fußballstadien sind“, erklärt Renzo Cicillini, Standortleiter in Visp. Das Projekt Ibex, benannt nach einem für seine Beweglichkeit bekannten Alpensteinbock, ist heute unter dem Namen Bioparc bekannt. Diese hochmoderne Infrastruktur ermöglicht es Lonza, für mehr als hundert Pharmaunternehmen zu arbeiten, von multinationalen Konzernen bis hin zu Start-ups.

Modernste biologische Medikamente für Patienten weltweit

In Visp hat sich Lonza auf die Herstellung von biologischen Medikamenten, auch Biopharmazeutika genannt, spezialisiert. Diese innovativen Therapien werden aus lebenden Zellen hergestellt und ermöglichen die Behandlung komplexer Krankheiten wie Krebs, Autoimmunerkrankungen oder bestimmter seltener Krankheiten. Der Standort im Wallis stellt insbesondere monoklonale Antikörper, Zell- und Gentherapien sowie Impfstoffe her.

Im Gegensatz zu herkömmlichen chemischen Medikamenten erfordern Biopharmazeutika hochspezialisierte Infrastrukturen und äusserst präzise Herstellungsprozesse. In den Anlagen des Bioparks Visp können Zellen in riesigen Bioreaktoren gezüchtet und die Wirkstoffe in hochsterilen Reinräumen gereinigt und verpackt werden.

Ein flexibles und modulares Geschäftsmodell

Lonza Visp arbeitet nach dem Modell eines Auftragsherstellers (CMO) und bietet flexible und modulare Dienstleistungen an. «Einige Kunden beauftragen uns mit der kommerziellen Produktion, andere mit der Herstellung kleiner Mengen für die präklinischen Phasen», erklärt der Standortleiter.

Diese Flexibilität ermöglichte es dem Unternehmen insbesondere, sich nach der Einstellung der Produktion des Wirkstoffs für den Impfstoff von Moderna anzupassen. Die Mitarbeitenden wurden auf andere Projekte übertragen, und neue Kunden nutzen nun die Anlagen.

Eine über hundertjährige Industriegeschichte

Lonza baute 1907 in Visp seine erste Fabrik zur Herstellung von Düngemitteln. 1965 eröffnete das Unternehmen eine Naphtha-Cracker-Anlage, die zur Herstellung von Chemikalien und Vitaminen genutzt wird. Die erste Fabrik für pharmazeutische Substanzen in Visp stammt aus dem Jahr 1984. Im Jahr 2007 eröffnete Lonza ihre erste Fabrik für biopharmazeutische Produkte.

Diese lange Industriegeschichte hat zur Entwicklung einer einzigartigen Expertise geführt. Ein Kunde, der zu Lonza kommt, beginnt nicht bei Null: Die vorhandene Infrastruktur ermöglicht eine schnellere Entwicklung der gewünschten Medikamente.

Lonza

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