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digitalisierung
27. April 2026

Digitalisierung der Forstreviere: ein Pionierprojekt mit Unterstützung von The Ark

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Das Martinacher KMU proxymetee, das auf digitale Lösungen spezialisiert ist, hat gemeinsam mit vier Forstrevieren im Zentralwallis ein ambitioniertes Projekt zur digitalen Transformation umgesetzt. Mit Unterstützung der Stiftung The Ark konnten die Prozesse zur Verwaltung von Holzbestellungen und -lieferungen digitalisiert, der Einsatz von Papier abgeschafft und zahlreiche administrative Aufgaben automatisiert werden. Diese Initiative zeigt, dass selbst Akteure des Primärsektors digitale Werkzeuge gezielt nutzen können, um Effizienz und Nachvollziehbarkeit zu verbessern.

Das Projekt entstand 2023 aus Gesprächen zwischen den Forstrevieren und ihrem damaligen IT-Dienstleister. «Nach einer ersten Analyse ihrer Bedürfnisse haben wir einen Hauptbedarf identifiziert: Die Abschaffung der physischen Papierdokumente im Zusammenhang mit Holzbestellungen und -lieferungen», erklärt Pierrick Maret, Mitgründer von proxymetee. Dieses Problem betraf mehrere Bereiche: Die Bestellaufnahme, die Planung der Lieferungen, die Lagerverfolgung und die Archivierung der Dokumente.

Die Forstreviere wollten zudem ihre administrativen Aufgaben automatisieren, den Informationsfluss zwischen den verschiedenen Beteiligten verbessern und über ein zuverlässiges Nachverfolgungssystem für ihre täglichen Abläufe verfügen. «Obwohl sie im Primärsektor tätig sind und nicht unbedingt stark mit der Welt der Digitalisierung vertraut sind, haben die Mitarbeitenden der Reviere dennoch den klaren Willen, ihre administrativen Aufgaben zu automatisieren und effizienter zu werden», betont Pierrick Maret.

Eine Lösung, die auf die Besonderheiten des Berufs abgestimmt ist

Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, liess sich proxymetee von einer zuvor für den Strassentransport entwickelten Lösung inspirieren und passte sie an die Besonderheiten der Forstreviere an. «Wir mussten die spezifischen Anforderungen des Berufs berücksichtigen: Bestellaufnahme, Planung der Holzschläge, Lieferungen, Nachverfolgung der Abläufe, Lagerverwaltung», präzisiert Pierrick Maret.

Am Projekt beteiligt waren vier Forstreviere aus dem Zentralwallis, zwei bis drei IT-Dienstleister sowie ISICS, The Ark und proxymetee. «Eine der ersten Herausforderungen bestand darin, die gemeinsamen Bedürfnisse der vier Reviere zu identifizieren und zu strukturieren, ohne dabei ihre jeweiligen Besonderheiten ausser Acht zu lassen», erklärt Pierrick Maret.

Die entwickelte Lösung basiert auf Microsoft-365-Tools, die mit den von den Revieren eingesetzten Finanz-ERP-Systemen verbunden sind. Dieser Ansatz ermöglicht es, die neuen digitalen Prozesse in die bestehende IT-Umgebung zu integrieren, ohne einen grösseren technologischen Bruch zu verursachen.

Konkrete Ergebnisse für die Forstreviere

Die betroffenen Forstreviere verfügen nun über vollständig digitale, sichere und nachhaltige Lösungen zur Nachverfolgung von Bestellungen und Lieferungen. «Diese Tools sind massgeschneidert konfiguriert und direkt in ihre Microsoft-365-Umgebung integriert», erklärt Pierrick Maret. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen die Abschaffung von Papier, die Reduktion manueller Erfassungen, eine bessere Nachvollziehbarkeit der Abläufe sowie eine strukturierte elektronische Archivierung der Dokumente.

Das Projekt eröffnet auch neue Perspektiven. «Wir führen Gespräche, um weitere Prozesse zu digitalisieren, etwa die Verwaltung von Kreditoren- und Debitorenrechnungen», sagt Pierrick Maret. «Ausserdem ist geplant, die Lösung weiteren Walliser Forstrevieren vorzustellen.»

Die wichtige Unterstützung von The Ark

Die Unterstützung der Stiftung The Ark – und ihres operativen Arms CimArk – war entscheidend für den Erfolg des Projekts. «Über den finanziellen Aspekt hinaus hat The Ark dazu beigetragen, die Forstreviere und proxymetee an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam einen einheitlichen Projektrahmen zu definieren», betont Pierrick Maret.

Diese Begleitung war wesentlich, um eine kollaborative Dynamik zwischen Akteuren zu schaffen, die zwar mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind, aber nicht unbedingt daran gewöhnt waren, gemeinsam an digitalen Projekten zu arbeiten.


Kurz gefasst

Gesamtbetrag des Projekts: Rund CHF 60’000.– (ohne wiederkehrende Kosten)
Von der Stiftung The Ark investierter Betrag: CHF 10’000.–
Projektdauer: 6 Monate (Juni 2025 bis Dezember 2025)
Partner: proxymetee, 4 Forstreviere aus dem Zentralwallis, ISICS, CimArk